Vom 22. bis 28. Juni findet bundesweit die diesjährige Woche gegen Einsamkeit statt. Das Senioren-Netzwerk LebensFreude Plettenberg nimmt die Aktionswoche zum Anlass, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen und auf das Thema Einsamkeit aufmerksam zu machen.

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Dazu wurden an mehreren Standorten im Stadtgebiet sogenannte Plauderbänke aufgestellt. Sie sollen dazu einladen, Platz zu nehmen, ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen – ganz wie früher auf der Bank unter der Linde oder auf dem Dorfplatz.

Eine Plauderbank steht beispielsweise vor dem W9 in der Wilhelmstraße 9. Sylvia Eick, Geschäftsführerin der Plettenberger KulTour GmbH, unterstützt die Aktion: „Wer hier Platz nimmt, hat Lust mit jemandem zu plaudern. Bei uns im W9 kann man sich dazu auch noch gerne einen Kaffee holen.“

Weitere Plauderbänke befinden sich am Heimathaus am Kirchplatz sowie an der Waterkant. Erkennbar sind sie an grünen Schildern mit der Aufschrift „Plauderbank“, die von Mainz Sicherheitstechnik angefertigt und gespendet wurden.

Neben der Plettenberger KulTour GmbH beteiligen sich die Seniorenvertretung der Stadt Plettenberg, der Heimatkreis Plettenberg, das Netzwerk Hospiz sowie das Projekt LebensFreude Plettenberg des Diakonischen Werkes an der Aktion.

„Wir alle sind Teil des SeniorenNetzwerks LebensFreude Plettenberg und setzen uns auf unterschiedliche Weise für die Belange älterer Menschen in unserer Stadt ein“, erklärt Detlef Ashoff, Vorsitzender der Seniorenvertretung Plettenberg.

Silke Vieregge vom Projekt LebensFreude Plettenberg verweist auf weitere Angebote des Netzwerks: „Unser SeniorenNetzwerk gibt beispielsweise das sogenannte Vierteljährchen heraus. Darin finden ältere Plettenbergerinnen und Plettenberger jedes Quartal eine Übersicht über Veranstaltungen und Angebote.“

Die Plauderbank-Aktion wurde bereits im vergangenen Jahr zur Woche gegen Einsamkeit eingeführt. Nun soll sie erneut ins Bewusstsein der Bürger gerückt werden. „Das Ziel unseres Netzwerks ist es, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen und das Miteinander zu fördern“, sagt Klaus Plötz vom Heimatkreis Plettenberg. „Deshalb steht auch vor unserem Heimathaus am Kirchplatz eine Plauderbank, die von jedem genutzt werden kann.“

Telefonangebot wird nicht weitergeführt

Neben den Plauderbänken hatte das SeniorenNetzwerk in den vergangenen Jahren weitere Projekte gegen Einsamkeit angestoßen. Während sich der sogenannte „Plauder-Punkt“ – ein Tischaufsteller für Gesprächsbereitschaft in Cafés und öffentlichen Einrichtungen – in Plettenberg nicht etablieren konnte, wird auch das 2025 gestartete Telefonangebot „Quasselstrippe“ nicht fortgeführt.

„Wir haben unterschätzt, wie zeitaufwändig es ist, ein solches Gesprächsangebot dauerhaft und sinnvoll aufzustellen“, erklärt Silke Vieregge. Deshalb habe man Kontakt zum bundesweit tätigen Silbernetz aufgenommen. Das Silbernetz bietet älteren Menschen die Möglichkeit zu regelmäßigen Gesprächen sowie Unterstützung in akuten Situationen. Geschulte Mitarbeitende sind dabei auch abends und an Wochenenden erreichbar. Das Angebot ist anonym und richtet sich zudem an Menschen, die sich in diesem Bereich ehrenamtlich engagieren möchten.

Rückfragen zum Silbernetz beantwortet Silke Vieregge unter Telefon 0163 1649032 (Montag bis Donnerstag).

Hintergrund

Die bundesweite Woche gegen Einsamkeit geht auf Initiativen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zurück. Seit mehreren Jahren soll die Aktionswoche dazu beitragen, Einsamkeit sichtbar zu machen, Betroffene zu unterstützen und bestehende Hilfsangebote bekannter zu machen.

Auch in Plettenberg soll die Aktion dazu beitragen, das Thema aus der Tabuzone zu holen und Begegnungen im Alltag zu fördern.