Wir müssen reden - sagt die Volkshochschule und lädt zu einer neuen Debattenreihe ein

"In diesem Veranstaltungsformat sprechen wir vielleicht auch mit SUV-Fahrer*innen, Veganer*innen, AFD-Wähler*innen, Klimaaktivist*innen oder queeren Menschen, mit denen wir sonst nichts zu tun haben wollen. Bekommen wir das hin?" Diese gegenderte Einladung mag die maximale Beleidigung für einen Teil der angesprochenen Personenkreise sein, aber wahrscheinlich ist genau das gemeint, um ins Gespräch zu kommen - wahlweise mit und ohne Schaum vor dem Mund. Unter dem Label „Lüdenscheid debattiert - weil Kontroversen lohnen“ etabliert die Volkshochschule eine neue Debattenreihe.
Unter dem Motto „Lüdenscheid debattiert - weil Kontroversen lohnen“, bietet die Volkshochschule ein vollkommen neues Veranstaltungsformat an. Damit möchte die VHS am Dienstag, den 7. Oktober, um 19.00 Uhr, im Alten Rathaus einen Kontrapunkt zur gegenwärtigen Diskussionskultur, auch hier vor Ort, setzen, heißt es in der Einladung.
Der Abriss des Forums, die Kostenexplosion bei den Krankenkassen, der Ausbau erneuerbarer Energien, das subjektive Sicherheitsgefühl in der Innenstadt oder die Nutzung geschlechtergerechte Sprache: Was bewegt die Lüdenscheider?
In der VHS-Einladung heißt es: "Wir wollen es wissen und miteinander diskutieren. Wir bieten einen Raum dafür, in dem alle auf Augenhöhe, sachlich und respektvoll über tagesaktuelle Themen miteinander ins Gespräch kommen können."
Die Politikwissenschaftlerin Julia Reuschenbach und der Radiojournalist Korbinian Frenzel schrieben in ihrem Buch "Defekte Debatten" davon, dass wir es als Gesellschaft verlernt hätten zu streiten. Es fehle häufig an der Kompetenz, andere Meinungen auszuhalten und Kompromisse zu schließen.
Als Grundlage dienen (tages)aktuelle Themen, die von dem Moderator vorbereitet werden. Gerne können auch eigene Zeitungs- oder Internetartikel mitgebracht werden - egal, ob aus der Digital- oder gedruckten Zeitung, dem Spiegel, der Bild-Zeitung oder einer anderen Quelle.
Die Moderation der einzelnen Veranstaltungen übernimmt der Journalist und Redakteur Frank Zacharias. Die Veranstaltung endet um 20.30 Uhr, die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Termine finden am 5. November in frieda’s und am 9. Dezember im TUMO statt.
Eingeladen sind auch Teilnehmer, die nicht mitdiskutieren, sondern einfach nur zuhören wollen. Um eine vorherige Anmeldung wird gebeten, die Teilnahme ist aber auch spontan möglich.
Eine Anmeldung ist telefonisch unter 02351 / 17-1449 oder per Mail unter [email protected] möglich.








