Kurz nach 23 Uhr gingen Notrufe in der Feuer- und Rettungsleitstelle ein, nachdem die Halle eines Gebrauchtwagenhändlers in der Straße „Am Drostenstück“ mit Explosionen in Flammen aufgegangen ist und obendrein sieben Personen im angrenzenden Wohnhaus eingeschlossen sein sollen. Drei Einheiten rücken sofort aus: Neben den hauptamtlichen Kräften setzen sich auch die Löschzüge Stadtmitte und Brügge in Bewegung.
Bei ihrem Eintreffen brannte die Halle in voller Ausdehnung. Zur Erleichterung aller hatten inzwischen alle Personen das Gebäude verlassen können. Eine Wohnung im Erdgeschoss wurde noch gewaltsam geöffnet, damit keine etwaig Verletzten unentdeckt blieben.
Glücklicherweise blieb auch diese Suche ohne Feststellung.
Doch die Brandbekämpfung war schon anspruchsvoll genug: Im Innern der Halle brannten fast ein halbes Dutzend Pkw, obendrein standen dort mehrere Gasflaschen. Die konnten von den Feuerwehrleuten geborgen und gekühlt werden. Hinsichtlich der Explosionen gab Einsatzleiter Sven Dunkel Entwarnung: Diese gab es zwar, waren aber wohl eher Symptom als Ursache des Brandes. „Das können durchaus Silvesterböller gewesen sein, außerdem platzen in der Hitze die Reifen der Autos“, erklärt der Feuerwehrmann.

Rückschlüsse auf die Ursache des Feuers lassen sich dadurch nicht ziehen. Damit befassen sich nun die Brandermittler der Kriminalpolizei. Nachdem es der Feuerwehr noch vor Mitternacht gelungen war, das Feuer in der Halle größtenteils zu löschen, musste noch das Wohnhaus kontrolliert werden. Dieses wurde zwar nicht unmittelbar durch Flammen beschädigt, aber Brandrauch führte dennoch dazu, dass das Haus bis auf Weiteres als unbewohnbar gilt.
Rund um die Halle wurden eine Reihe Autos massiv beschädigt, das gesamte Ausmaß war in der Nacht noch gar nicht abzuschätzen.
Zwischenzeitlich wurden die Personen, die sich bei Ausbruch der Flammen im Gebäude aufhielten, betreut und für unverletzt befunden. Trotz möglicherweise eingeatmeter Rauchgase war keine medizinische Behandlung nötig. Insgesamt hatte die Feuerwehr die Lage zum Jahreswechsel soweit unter Kontrolle, obgleich die Nachlöscharbeiten noch eine ganze Weile in Anspruch nahmen.
Die massive Rauchentwicklung in dem Ortsteil hat zügig Bevölkerungswarnungen ausgelöst.










