Im Ortsteil Altenmühle hatte man indes andere Probleme: Hier strömten Wassermengen dorthin, wo man sie definitiv nicht gebrauchen kann. Die Straße herunter – und geradewegs in drei Keller. Somit war eine der ersten Aufgaben der angerückten Feuerwehr, weiteren Schaden zu verhindern und anschließend die vollgelaufenen Keller auszupumpen. Mit Sandsäcken wurden Barrieren errichtet. Eine direkt auf dem betroffenen Grundstück, damit die Fluten nicht ins Wohnzimmer laufen. Eine Weitere an der Einmündung zum Kupferhammerweg. Hier zeigte sich auch, dass die Feuerwehr improvisieren kann: Nicht nur Sandsäcke kamen zum Einsatz, die Freiwiligen haben den Wall auch mit einer Steckleiter und aufgerollten Löschwasserschläuchen aufgebaut.
Schlagartig erleichtert waren alle Beteiligten, als gegen 20 Uhr, rund eineinhalb Stunden nach der ersten Alarmierung, der Wasserdruck drastisch nachließ. Techniker des Rohrnetzbetreibers Enervie war es gelungen, die Wasserzufuhr zu unterbrechen. Kein leichtes Unterfangen, wie Wehrleiter Kai Tebrün erklärte: „Die mussten an fünf Stellen abschiebern. Geklappt hat es erst an einer Station auf Herscheider Gebiet.“ Damit war zumindest das erste Problem gelöst. Allerdings waren nun weite Teile der Stadt Werdohls und des Versetals ohne Wasserversorgung.
Auch für diese Lage wurde zügig eine Lösung gefunden: Es konnte auf eine alternative Versorgungsroute umgestellt werden. Die zwar Grundbedürfnisse deckt, aber den einen oder anderen Bürger möglicherweise verunsichert hat. Denn das Wasser kommt nun aus dem Hochbehälter „Rott“. „Das ist schon Trinkwasser, aber nicht unbedingt in der gewohnten, hohen Qualität. Eventuell ist das Wasser hier und da etwas getrübt“, schränkt Kai Tebrün ein. Aber im Großen und Ganzen wurde so eine passable und schnelle Lösung gefunden. Die Techniker von Enervie mussten sich dennoch auf einen langen, arbeitsreichen Abend einstellen, denn zahlreiche Pumpenstationen zeigten noch Störungen an, um die sich gekümmert werden musste.
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Für die zwei Löschzüge Kleinhammer / Brüninghaus sowie Eveking dauerte der Einsatz bis kurz vor 22 Uhr, wie Wehrleiter Tebrün am Dienstagmorgen erklärte. Für Enervie und die Besitzer der betroffenen Häuser ist die Angelegenheit damit noch lange nicht vom Tisch. Ein vollgelaufener Keller zieht erhebliche Folgeschäden nach sich. Besonders deutlich sind die Folgen auf dem Anwesen, auf dem das Rohr „undicht“ wurde.
Unglücklicherweise weit oben auf dem Privatgrundstück in Hanglage. Hier sind alle Auswirkungen mitunter noch gar nicht sichtbar, denn rein oberflächlich hat der Rasen die Fluten gut verkraftet. Doch das Erdreich ist massiv unterspült worden, außerdem hat sich im Bereich des Rohrbruches ein Krater gebildet. Das dicke Ende dürfte sich zeigen, wenn die Tiefbauarbeiten beginnen, um den Schaden zu beseitigen. Doch daran war am Montagabend nicht zu denken. Die wesentlichen Gefahren waren gebannt und die Wasserversorgung wieder hergestellt. Ein Bauexperte des Technischen Hilfswerks, der die Einsatzstelle inspizierte hatte, sah für seine Hilfsorganisation keine Möglichkeit, etwas auszurichten. Daher wird nun bei Tageslicht entschieden, wie es mit dem Rohrbruch am Ludemerter Weg weitergeht.









