Der Hestenbergtunnel wird voraussichtlich von Dienstagnachmittag, 20. Januar, 16 Uhr, bis Mittwochnachmittag um 16 Uhr gesperrt. Der Grund ist diesmal ein ganztägiger Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft Verdi im Zuge der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder aufgerufen hat. Davon betroffen ist auch die Tunnelleitzentrale (TLZ) NRW.
In der Landesverkehrszentrale in Leverkusen erfolgt die Überwachung und Steuerung von insgesamt 37 Straßentunneln in der Zuständigkeit von Straßen NRW. 13 dieser Straßentunnel mit einer Länge von über 400 Metern dürften nur betrieben werden, wenn die Tunnelleitzentrale besetzt ist, teilt Straßen NRW mit. Dazu gehört der 734 Meter lange Hestenbergtunnel im Zuge der L 697 in Plettenberg.
„Kommt es dort zu streikbedingten Arbeitsausfällen, werden die betroffenen Tunnel aus Sicherheitsgründen vollständig gesperrt. Eine Wiederöffnung ist erst nach Beendigung des Warnstreiks möglich.“ Im Normalfall würden bis zu drei Tunneloperatoren pro Schicht in der TLZ arbeiten, im Falle eines Streiks voraussichtlich weniger. „Da dann die Verkehrssicherheit potenziell gefährdet wäre, sind Sperrungen von Tunneln deshalb nicht auszuschließen“, so Straßen NRW.
Weitere Sperrungen sind unter anderem für diese Bereiche angekündigt: L 70 Kiesbergtunnel (Wuppertal), L 107 Tunnel Velbert-Langenberg, L 614 Emmerauentunnel (Lügde), L 751 Tunnel Menkhauser Berg (Oerlinghausen) und L 666n Tunnel Engelbert (Gevelsberg).
Tarifrunden zur Autobahn GmbH und für den öffentlichen Dienst der Länder
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) ruft für Dienstag, 20. Januar, die rund 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH des Bundes sowie die etlichen Tausend Beschäftigten der Landesstraßenbauverwaltungen zum bundesweiten Branchenstreiktag Straße auf. Die Warnstreiks finden an insgesamt 18 Standorten bundesweit statt.
Anlass sei der jeweils zähe bis inakzeptable Verlauf der Tarifrunden zur Autobahn GmbH und zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder, so Verdi. „Straßen sind der Verkehrsträger Nummer 1 in Deutschland – jeden Tag kümmern sich Abertausende Beschäftigte um einen möglichst reibungslosen Verkehr auf Autobahnen, auf Bundes- und Landesstraßen, auf Brücken und in Tunneln. Und sie wollen mit diesem gemeinsamen Streiktag zeigen, dass ihre Arbeit besser bezahlt gehört“, sagt die stellvertretenden Verdi-Vorsitzende Christine Behle.
Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die mehr als 920.000 Tarifbeschäftigten der Länder sieben Prozent mehr Einkommen. Sie verlangen mindestens 300 Euro mehr. Die nächste Verhandlungsrunde ist vom 11. bis zum 13. Februar geplant.











