Während Jugendliche ganz selbstverständlich durch Apps wischen und Nachrichten verschicken, stehen viele ältere Menschen bei Smartphone und Tablet noch vor Fragen. Genau hier setzt das Projekt „Jung für Alt“ an. Bereits zum fünften Mal hatte die Seniorenvertretung am Montag, 2. März, zu einer Handy- und Tablet-Schulung eingeladen – mit Unterstützung der Klasse 10a des Albert-Schweitzer-Gymnasiums.

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Schritt für Schritt durch die digitale Welt

In der Cafeteria trafen Schülerinnen und Schüler auf interessierte Seniorinnen und Senioren aus Plettenberg. Ziel war es, Berührungsängste abzubauen und den sicheren Umgang mit digitalen Geräten zu vermitteln.

Wie bediene ich mein Smartphone richtig? Wie verschicke ich Fotos per App? Wie nutze ich eine Suchmaschine — und woran erkenne ich betrügerische Inhalte? Fragen wie diese standen im Mittelpunkt des Nachmittags. "Man will nichts verkehrt machen, traut sich auchnicht, einfach mal zu machen. Früher gab es ja immer noch eine Gebrauchsanweisung — heute obsolet", so eine Teilnehmerin.

In kleinen Gruppen wurden individuelle Fragen beantwortet.
Foto: Ai-Lan Na-Schlütter | LokalDirekt

In kleinen Gruppen nahmen sich die Jugendlichen Zeit für individuelle Anliegen. Ohne Zeitdruck erklärten sie Funktionen, wiederholten einzelne Schritte und halfen dabei, Notizen als Gedächtnisstütze festzuhalten. Keine Frage galt als „zu einfach“, Hemmungen waren ausdrücklich fehl am Platz.

Perspektivwechsel für Schüler

Für die Schülerinnen und Schüler bedeutete das Projekt auch einen Rollenwechsel: Statt selbst die Schulbank zu drücken, standen sie als Erklärende und Lehrende zur Seite. Der begleitende Lehrer bemerkte augenzwinkernd, dass die Jugendlichen sicher nichts dagegen hatten, der Wiener Klassik für einige Stunden eine Pause zu gönnen.