Dass das Lkw-Durchfahrtsverbot zur Entlastung der schwierigen Verkehrssituation in Lüdenscheid beiträgt, lässt sich leicht feststellen. Ein wesentlicher Faktor dafür: die regelmäßigen und intensiven Polizeikontrollen. Um deren Fortsetzung bittet Bürgermeister Sebastian Wagemeyer in einem Schreiben an Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst und Landrat Marco Voge sowie NRW-Innenminister Herbert Reul und Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr.
Seit Beginn der Kontrollen – meist mit einem Großaufgebot – wird die Einhaltung des Lkw-Verbots stärker beachtet. Obwohl bislang keine belastbaren Verkehrsdaten vorlägen, sprächen viele Bürger von einer „spürbaren Entlastung“ schreibt Wagemeyer. Deswegen sei die Fortsetzung „eine Grundvoraussetzung für ein weiteres Gelingen der Durchfahrtsverbote“, so der Bürgermeister.
Am Montag, 3. Juli, teilte die Kreispolizeibehörde des Märkischen Kreises mit, ab Mittwoch, 5. Juli, die Einhaltung des Verbots „lageangepasst“ zu kontrollieren. Unterschiedliche Kontrollstellen sollen zu wechselnden Zeiten besetzt werden. Personelle Unterstützung erhalten die Polizeikräfte des Kreises dabei für vier weitere Wochen aus anderen Polizeibehörden.
Damit hat sich eine „dringende Bitte“ erfüllt, die Sebastian Wagemeyer in seinem Schreiben an die Adressaten formuliert hat: Sie sollen sich dafür einsetzen, dass auch zukünftig Polizisten aus NRW mitwirken. Der Bürgermeister hofft auf eine langfristige Untertsützung.
„Die Menschen in Stadt und Region haben dies verdient“, heißt es außerdem im Schreiben an Wüst, Reul und Krischer. Gleichzeitig bedankt sich Wagemeyer im Namen aller Lüdenscheider bei sämtlichen an den Kontrollen beteiligten Polizeikräften und für die bisherige Unterstützung auf Kreis- und Landesebene.
Welche Auswirkungen genau das Lkw-Verbot auf benachbarte Kommunen hat und an welchen Stellen Verbesserungen möglich sind, möchte Wagemeyer in einer großen Runde mit den betroffenen Städten und Gemeinden auswerten, sobald belastbare Zahlen vorliegen. Auch der Märkische Kreis und das Land NRW sollen an diesem Treffen teilnehmen. „Ich bin überzeugt davon, dass wir auch weiterhin spürbare Entlastungen für die Menschen in Lüdenscheid und im Märkischen Kreis erreichen können, wenn wir zusammen handeln“, betont das 46-jährige Stadtoberhaupt.








