Zum „Jahrestag der größten Lüdenscheider Judendeportation“ erinnern der Ge-Denk-Zellen-Altes-Rathaus mit einer Ausstellung des Riga-Komitees mit Begleitproramm im Bürgerforum des Rathauses Lüdenscheid. Am 12. Mai um 18 Uhr im Bürgerforum Rathaus Lüdenscheid geht es los.
Im März 1945, kurz vor Kriegsende, trieb die Geheime Staatspolizei Hunderte von Gefangenen aus dem Großraum Köln in zwei Lager nach Wipperfürth und Lüdenscheid. Wer waren die Opfer, wer die Täter? Was wissen wir über die beiden Lager, und was nicht? Berichte von Überlebenden und Prozessakten schildern das damalige Geschehen.
Die Gefangenen wurden aus den Lagern und Gefängnissen des Kölner Raums nach Osten deportiert, weil sie nicht von den Alliierten befreit werden sollten.
Zu den Haftorten gehörten das große Gefängnis Brauweiler, das Judenlager Müngersdorf, das Gefängnis Klingelpütz, das Gestapo-Gefängnis, die Messe-Lager Köln und das Gefängnis Siegburg. Die vielen hundert Gefangenen wurden über Wipperfürth ins Arbeitserziehungslager Hunswinkiel teils gefahren und teils getrieben. Viele starben unterwegs oder konnten fliehen.
Auf Hühnersiepen nahe dem Arbeitserziehungslager Hunswinkel und der Klamer Brücke wurden circa 300 von ihnen auf der Höhe von Hühnersiepen exekutiert. Nach heutigem Kenntnisstand fand hier im März 1945 die größte Hinrichtungsaktion an der Westfront statt.









