Nach der Modernisierung der Gemeinschaftshalle ist nun der Platz davor an der Reihe. Die Aufenthaltsqualität soll verbessert werden, zudem eine multifunktional nutzbare Fläche geschaffen werden. Ideen und Wünsche hatten Bürger bei einem Workshop im Juni geäußert.
In einer gesonderten Besprechung hatten Vertreter des Schützenvereins ihre Vorstellungen vorgetragen. Martin Reil vom Planungsbüro Finger Bauplan in Sundern hatte die anspruchsvolle Aufgabe, die verschiedenen Ansprüche in seiner Planung zu berücksichtigen und dabei das Budget von etwa 500.000 Euro einzuhalten. „Ich konnte alle Wünsche berücksichtigen“, berichtete er den Politikern im Rat.

Neugestaltet wird der südliche Teil des Platzes, also der Bereich unmittelbar vor der Halle. Der nördliche Platzbereich soll vorrangig als Parkplatzfläche dienen. Reil empfiehlt die Markierung der Parkplätze, damit die Fläche optimal genutzt werden kann. Darüber hinaus sollen dort E-Ladesäulen, Glascontainer und Fahrradstellplätze Platz finden.
Auf dem etwa 1000 Quadratmeter großen Platz vor der Halle sollen Sitzmobiliar und große Sonnenschirme im Mittelpunkt stehen. Rund herum bliebe ausreichend Platz für Wochenmarktstände und weitere Sitzmöglichkeiten, so Reil. Bei größeren Veranstaltungen wie dem Schützenfest sollen Schirme und Mobiliar aus der Platzmitte weg bewegt werden können.

Im Bereich der Wandertafeln sollen Fahrradständer, Ladestationen für Pedelecs und ein Trinkwasserspender Platz finden. Außerdem soll hier ein Wasserspiel angelegt werden.
Grünflächen werden als Sichtschutz zur Lüdenscheider Straße und als Abgrenzung zwischen den Platzbereichen angelegt. Diese Grünflächen mit Bäumen, Stauden und diversen regionalen Blumensaaten sollen nicht nur zur Aufenthaltsqualität beitragen, sondern gleichzeitig als Wasserretentionsflächen dienen. Martin Reil erklärte, dass man im Falle eines Starkregens durch die Grünanlagen und das Anlegen von Mulden zur Entwässerung das ohnehin schon stark beanspruchte Kanalnetz entlasten wolle.
Der Nordteil des Hallenplatzes kann über die bestehende Einfahrt weiterhin erreicht werden. Auch Busse können diese Fläche befahren, damit der Hallenplatz weiterhin ein Sammelpunkt für diverse Ausflüge von Gruppen und Vereinen bleiben kann.
Bürger können weitere Anregungen geben
Bis Freitag, 29. September, haben alle Bürger die Möglichkeit, weitere Anregungen und Ideen an die Planer weiterzugeben. Ansprechpartnerin im Rathaus ist Friederike Schwartpaul (02357/9093-76, [email protected]).
Für die Gestaltung des Hallenplatzes als Teil des Gemeindeentwicklungskonzepts Herscheid 2025 rechnet die Gemeinde mit Städtebaufördermitteln. Im Falle einer Zuwendung werden 70 Prozent der Kosten von Land und Bund getragen; 30 Prozent Eigenanteil bleiben bei der Gemeinde Herscheid. Der entsprechende Förderantrag ist bis zum 31. Oktober 2023 bei der Bezirksregierung Arnsberg zu stellen. Die Förderzusage könnte im Frühjahr 2024 erfolgen. Der Baustart ist für das dritte Quartal 2024 geplant.










