Wie erkennt man Fake News? Was hilft bei Prüfungsangst? Und was muss man eigentlich über Versicherungen, Kredite oder die erste eigene Wohnung wissen? Eine Woche lang beschäftigten sich die Primusschüler mit Themen, die im normalen Stundenplan nicht immer ausreichend Platz finden.
Mathe, Deutsch und Englisch rückten für einige Tage ein Stück in den Hintergrund. Bei der Themenwoche der Primusschule von Montag, 7. September, bis Freitag, 11. September, stand stattdessen die Frage im Mittelpunkt, was Kinder und Jugendliche für ein gesundes und selbstbestimmtes Leben brauchen.
Die Antworten darauf fielen je nach Alter sehr unterschiedlich aus. Während sich die jüngeren Schüler unter anderem mit Gemeinschaft, Bewegung, Ernährung, Entspannung und einem gesunden Umgang mit Medien beschäftigten, wurden die Themen mit zunehmendem Alter komplexer. Resilienz, Mobbing und Gewaltprävention gehörten ebenso dazu wie Pubertät, Rollenbilder und Schönheitsideale.
In den höheren Jahrgängen ging der Blick schließlich weit über den Schulalltag hinaus. Unter Überschriften wie „Create your happy“, „Stronger together“ oder „Get your life together„ beschäftigten sich die Jugendlichen unter anderem mit Ängsten und Sucht, Rassismus, Feminismus und politischer Beteiligung. Auch ganz praktische Themen des Erwachsenenlebens standen auf dem Programm: Steuern, Versicherungen, Sparen, Schulden und Kredite ebenso wie die Haushaltsführung und unterschiedliche Wohn- und Lebensmodelle.
Sicherer unterwegs im Internet
Wie praktisch die Themenwoche angelegt war, zeigte sich unter anderem beim Thema Medien. Am letzten Projekttag absolvierten die Schüler einen Medienführerschein. Dafür mussten sie ihr Wissen in einem digitalen Quiz und einem schriftlichen Test unter Beweis stellen.
Zuvor hatten sie sich damit beschäftigt, wie sie sich im Internet informieren und seriöse Nachrichten von Fake News unterscheiden können. Gerade die Frage, wie Betroffene damit umgehen und wo sie Hilfe bekommen können, sei bei den Kindern gut angekommen.
Dabei bedeutete die Beschäftigung mit Medien keineswegs, die gesamte Woche vor einem Bildschirm zu verbringen. Jeden Tag gehörten auch bewusst medienfreie Angebote zum Programm. Bei einer Rallye beispielsweise ging es für die Schüler raus aus dem Klassenraum und durch die Nachbarschaft.
Themen wachsen mit den Schülern
Das Konzept der Themenwoche war so aufgebaut, dass die Inhalte mit dem Alter der Schüler mitwuchsen. Aus Fragen nach Wohlbefinden, Gemeinschaft und Regeln in den unteren Jahrgängen wurden später Themen wie Selbstbehauptung, Beziehungen oder der Umgang mit sozialen Netzwerken. Die älteren Jugendlichen sollten schließlich auch Entscheidungen treffen, die ihnen im späteren Leben begegnen können, und sich mit deren finanziellen und gesellschaftlichen Folgen auseinandersetzen.








