Auf Einladung von Landessportbund und Stadtsportverband Halver trafen sich am Samstagvormittag Vertreter von vier Halveraner Vereinen im Bürgerzentrum, um im Rahmen des Förderprogramms „Moderne Sportstätten NRW“ ihre Projektentwürfe und Kostenplanungen für eine Modernisierung und Renovierung ihrer Sportanlagen vorzustellen.
Begrüßt von Halvers Breitensportbeauftragter Claudia Wrede, dem Stadtsportverbandsvorsitzenden Marvin Schüle und seinem Stellvertreter Thomas Langescheid präsentierten Vorstandsmitglieder von TuS Grünenbaum, TuS Ennepe, TC Halver und Reitverein Halver ihre Ideen mit großen Erwartungen in zehnminütigen Vorträgen. Am Ende war jedoch allen klar, dass ihre Vorstellungen bei einem Fördervolumen von 172.789 Euro und unter den gegebenen Förderbedingungen so nicht umsetzbar sind.
Kunstrasensanierung würde Großteil der Fördermittel verschlingen
Mit etwa 240.000 Euro würde allein die dringend notwendige Kunstrasensanierung der Sportanlage des TuS Grünenbaum am Kreisch in der empfehlenswerten Version eines „korkverfüllten Systems“ kosten, das eine ganzjährige Bespielbarkeit des Platzes ermöglicht. Im Falle eines „unverfüllten Systems“ seien es sogar 365.000 Euro, erklärten Jan Rademacher und Tom Herberg. Stadtsportverbands-Vize Thomas Langescheid machte darauf aufmerksam, dass die Mindestförderhöhe der Förderanteils bei 50 Prozent liege, also im Rechenbeispiel bei 120.000 Euro. Damit wäre ein Großteil der in Aussicht gestellten Fördergelder allein für dieses eine Vorhaben verbraucht.
Flutlicht, Tennisplätze und Pferdeboxen müssen erneuert werden
Ähnlich sieht es bei den Projekten der anderen Vereine aus. Die zwingend notwendige Renovierung der in die Jahre gekommenen Flutlichtanlage und der Austausch der alten Heizungsanlage des TuS Ennepe durch ein hybrides Heizungssystem bezifferte Vereinsvorsitzender Torsten Kriegeskorte mit etwa 105.000 Euro, wobei sich dank der energetischen Verbesserungen eine jährliche Stromersparnis von geschätzt 6000 Euro ergeben würde.
120.000 Euro kalkuliert Tobias Löhr vom Tennisclub Halver für die Sanierung von zwei der insgesamt sechs Aschenplätze, deren Drainage nicht mehr richtig funktioniert und die einen komplett neuen Unterbau benötigen. Dazu kommen weitere 9000 Euro für eine Bewässerungsanlage.
Tanja Schütze vom Reitverein Halver, der in diesem Jahr genau wie der TuS Ennepe seinen 100. Geburtstag gefeiert hat, erklärte die Notwendigkeit der Einrichtung neuer Pferdeboxen. Um den Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltung unter Tierschutzgesichtspunkten gerecht zu werden, aber auch aus ethischer Verpflichtung gegenüber den Tieren, müssten die bisherigen nur provisorisch vergrößerten Pferdeboxen umgebaut werden. Zusammen mit kleineren Maßnahmen sprach sie von Kosten in Höhe von 80.000 Euro netto, etwa 95.000 Euro brutto.
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Alle vier Vereine sollen von der Förderung profitieren
Die Sinnhaftigkeit der vier Projektvorhaben wurde von niemandem in Abrede gestellt und die dringende Notwendigkeit in allen Fällen betont, zumal die Vereine erfreuliche Mitgliedszuwächse von bis zu 30 Prozent haben. Stadtsportverbandsvorsitzender Marvin Schüle empfahl daher eine Lösung zu suchen, die alle vier Vereine bediene. Da sich alle Vereinsvertreter kompromissbereit zeigten, zeigte man sich zuversichtlich, dass das gelingen wird. Erste Lösungsmöglichkeiten wurden angedeutet, etwa indem eine Förderung nur einzelner Bauabschnitte beantragt wird, so dass die einzelnen Fördersummen niedriger sind und letztlich alle auf ihre Kosten kommen.








