Iserlohn Roosters – Grizzlys Wolfsburg 3:2 n.V. (0:0, 0:2, 2:0, 1:0)
Wiedergutmachung war für die Iserlohn Roosters im Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg nach der desolaten Vorstellung bei der 4:11-Niederlage vom Freitag in Straubing angesagt. Die ist gelungen. Die Sauerländer gewannen ihr Heimspiel vor 4452 Zuschauern gegen die Niedersachsen mit 3:2 nach Verlängerung und reichten die „Rote Laterne“ wieder an die Schwenninger Wild Wings weiter. Auch der Tabellensechste aus Niedersachsen war beim 0:5 in Köln heftig unter die Räder gekommen. In der vergangenen Saison konnten beide Teams ihre beiden Heimspiele jeweils gewinnen.
Im Tor der Sauerländer stand dieses Mal Hendrik Hane, der ein gutes Spiel machte. Die Roosters liefen in schwarz-rosa Trikots auf, schließlich war Pinktober. Der war im Jahr 2010 eingeführt worden, um auf Brustkrebs hinzuweisen, die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Die Schirmherrschaft hat in diesem Jahr Schwedens Königin Silvia übernommen.
Erste Großchance für Spornberger
Die erste Großchance der Begegnung hatte Roosters-Verteidiger Peter Spornberger, als er alleine von Grizzly-Keeper Dustin Strahlmeier auftauchte, die Scheibe aber nicht in dessen Gehäuse unterbringen konnte. Die Zuschauer sahen ein ausgeglichenes Spiel. Auch die Gäste konnten sich Torchancen erarbeiten, die Hausherren hatten zeitweise Probleme, sich aus ihrem Defensiv-Drittel zu befreien.
Auffällig waren auch zahlreiche Scheibenverluste und individuelle technische Fehler. Hendrik Hane musste mehrfach konzentriert zupacken. Die erste Überzahl hatten die Roosters, die ließen sie aber ungenutzt. Es sollten weitere folgen. So blieb es nach leichten Vorteilen für die Gäste beim 0:0 nach 20 Minuten.
Grizzlys treffen in Überzahl
Ins zweite Drittel kamen die Gäste engagierter. In der Folge fiel das 1:0 für Wolfsburg. Tyler Morley traf bei angezeigter Strafe gegen die Roosters in der 25. Spielminute bei 6:5-Überzahl. Die Hausherren antworteten mit wütenden Angriffen, hatten beste Einschussmöglichkeiten - die größte davon durch Christian Thomas. Aber Dustin Strahlmeier hatte etwas dagegen.
Auch das zweite Überzahlspiel der Sauerländer war nicht von Erfolg gekrönt. Der Ausgleich wäre verdient gewesen. Hendrik Hane konnte sich bei einer Riesenchance der Wolfsburger auszeichnen, nachdem seine Hintermannschaft den Puck wieder einmal vertändelt hatte.
Jetzt waren die Grizzlys am Zug. Die erhöhten in Unterzahl in der 39. Minute nach einem kapitalen Fehler von Roosters-Verteidiger Marc Hollowell auf 2:0. Torschütze Tyler Gaudet ließ Hane keine Abwehrmöglichkeit. Die Roosters-Fans verabschiedete ihr Team mit ersten Pfiffen zum zweiten Pausentee in die Kabine.
Neumann trifft zum 1:2-Anschluss
Zu Beginn des letzten Durchgangs konnten sich endlich auch die Roosters auf die Anzeigetafel bringen. Daniel Neumann traf mit seinem ersten Saisontor in der 44. Minute zum 1:2. Diesmal hatte Strahlmeier keine Abwehrmöglichkeit. Direkt im Anschluss die nächste Überzahl der Hausherren. Erneut ohne Folgen für die Gäste. Die Roosters antworteten mit wütenden Angriffen, jetzt mit Erfolg. Justin Scott staubte in der 50. Minute zum verdienten 2:2-Ausgleich ab. Nun war es ein spannendes Spiel zweier Teams auf Augenhöhe, beide wollten den Sieg in der regulären Spielzeit. Es ging dennoch in die Verlängerung.
Colin Ugbekile sichert den Zusatzpunkt
In der Overtime hatten die Hausherren die klar besseren Tormöglichkeiten, bekamen sogar eine Überzahl zugesprochen. Für das Happy End aus Sicht der Roosters sorgte dann Verteidiger Colin Ugbekile. Er sicherte seinem Team mit einem Gewaltschuss zum 3:2 den Zusatzpunkt.
Am Freitag erwarten die Iserlohn Roosters um 19:30 Uhr die Kölner Haie in der Eissporthalle am Seilersee.










