Der Anteil des Schwerlastverkehrs in Lüdenscheid sei in den ersten rund zwei Wochen spürbar zurückgegangen. Diese Einschätzung der Stadtverwaltung teilen laut einer Pressemitteilung viele Bürger sowie heimische Unternehmen. Eine umfangreiche Erhebung von Verkehrsdaten soll aussagekräftige Zahlen liefern und eine detaillierte Auswertung ermöglichen.
Ein externes Büro hat am Dienstag, 20. Juni, an insgesamt 16 Standorten im Stadtgebiet eine erste Verkehrszählung vorgenommen. Die Daten umfassen einen Zeitraum von exakt 24 Stunden und werden derzeit ausgewertet. Voraussichtlich Anfang Juli sollen der Stadt die Ergebnisse vorliegen. Für 13 der 16 Messstellen gebe es Vergleichsdaten „aus Zeiträumen vor dem Lkw-Durchfahrtsverbot“, teilt der Fachdienst Verkehrsplanung und -lenkung mit.
Nach den Sommerferien erneut Verkehrszählung
Nach den Sommerferien werden dann drei Tage lang – ebenfalls über jeweils 24 Stunden – erneut Verkehrszählungen an den Messstellen vorgenommen. Damit sei zum einen eine „belastbare Beurteilung“ der Auswirkungen möglich, die das Lkw-Verbot hat.
Zum anderen ließen sich anhand dieser Datengrundlage die „dauerhaft zu erwartenden Effekte einschätzen (…) und ggf. auch die weiteren Kontrollen“ ausrichten, argumentiert der Fachdienst. Messungen in den Sommerferien machten keinen Sinn, weil die Urlaubszeit nicht repräsentativ für das übliche Verkehrsaufkommen sei.
Nach Angaben der Verkehrsplanung werden die Verkehrsdaten automatisiert erfasst. Die Zahlen sollen „insbesondere einen Belastungsvergleich Vorher/Nachher über den gesamten Tagesverlauf ermöglichen“.
Das Lkw-Durchfahrtsverbot für den reinen Transitverkehr ist am 10. Juni in Kraft getreten. Die Polizei kontrolliert die Einhaltung des Verbots seit dem 12. Juni täglich und rund um die Uhr an sieben Stellen im Stadtgebiet. Die intensiven Kontrollen sind zunächst für einen Zeitraum von vier Wochen vorgesehen – und scheinen sich positiv auf die Verkehrssituation auszuwirken.
Wagemeyer: „Gefühlt sich deutlich weniger Lkw unterwegs“
„Gefühlt sind deutlich weniger Lkw unterwegs. Auf den Straßen kommt man wieder schneller und besser voran. Das fühlt sich gut an und zeigt, dass das Lkw-Verbot richtig und wichtig ist, um die Verkehrslage zu verbessern“, sagt Bürgermeister Sebastian Wagemeyer. Viele Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmer hätten diesen Eindruck in den vergangenen Tagen bestätigt. Wagemeyer auf einen anhaltenden Effekt des Lkw-Verbots, denn das wäre „ein großer Erfolg.“ Umso wichtiger sei es, dass bald belastbare Zahlen zur Verfügung stehen.









