Die Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis hat im Geschäftsjahr 2025 erstmals in ihrer Geschichte die Marke von zwei Milliarden Euro Bilanzsumme überschritten. Das wurde bei der Zweckverbandsversammlung am Donnerstag, 21. Mai, im Ratssaal der Stadt Plettenberg bekanntgegeben. Vorstandsvorsitzender Kai Hagen stellte dort den Geschäftsbericht vor.
Demnach stieg die Bilanzsumme auf 2,057 Milliarden Euro. Besonders stark entwickelte sich erneut das Kreditgeschäft: Die Inanspruchnahmen gewerblicher und privater Kredite lagen zum Jahresende bei rund 1,8 Milliarden Euro. Das entspricht mehr als 87 Prozent der Bilanzsumme und gilt laut Sparkasse als Spitzenwert unter deutschen Sparkassen. Die Kundeneinlagen erhöhten sich leicht auf 1,32 Milliarden Euro.
Die Mitglieder der Zweckverbandsversammlung stimmten der vorgeschlagenen Ausschüttung zu und entlasteten den Vorstand einstimmig. Für das Geschäftsjahr 2025 weist die Sparkasse einen Bilanzgewinn von rund 6,27 Millionen Euro aus. Davon sollen insgesamt 1,8 Millionen Euro an die Kommunen ausgeschüttet werden – bestehend aus einer regulären Ausschüttung von einer Million Euro sowie einer Sonderausschüttung von 800.000 Euro.
Zusammen mit Gewerbesteuerzahlungen in Höhe von rund 6,57 Millionen Euro ergibt sich für die beteiligten Kommunen ein Gesamtbetrag von etwa 8,37 Millionen Euro. Auf Plettenberg entfallen rund 2,72 Millionen Euro, auf Altena 1,68 Millionen Euro, auf Werdohl 1,66 Millionen Euro, auf Balve 1,15 Millionen Euro, auf Neuenrade 833.000 Euro und auf Nachrodt-Wiblingwerde rund 335.000 Euro.
Nach Angaben der Sparkasse wurde das Institut erneut der Risikostufe „Grün“ zugeordnet. Damit gebe es keine Hinweise auf eine erhöhte Risikolage. Zudem habe die Vereinigte Sparkasse beim Betriebsergebnis vor Bewertung Platz eins im Verbandsgebiet Westfalen-Lippe sowie bundesweit erreicht.
Vorstandsvorsitzender Kai Hagen sprach trotz der positiven Geschäftszahlen von schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Besonders Südwestfalen als industriell geprägte Region sei von der schwachen Konjunktur betroffen. Zugleich bekräftigte er den Kurs der Eigenständigkeit: Fusionen seien weiterhin kein Thema. Die Sparkasse sei erfolgreich, nah an den Kunden und sehe deshalb keinen Anlass für Zusammenschlüsse.








