Bis Ende der Woche warnt der Deutsche Wetterdienst vor einer mittleren Waldbrandgefahr. Aus diesem Grund informiert die Feuerwehr Kierspe und gibt Hinweise zu dem Thema.
"Angesichts der langen Trockenheit bleibt auch in den nächsten Tagen die Vegetationsbrandgefahr hoch. Das ändern auch mit den sinkenden Temperaturen und kurzen Schauer nichts. Es müsste länger und dauerhafter regnen. Und das ist nicht auch über das Wochenende hinaus nicht in Sicht", erklärt Christian Schwanke. Er ist Pressesprecher der Feuerwehr Kierspe und war in den vergangenen Jahren mehrfach im Waldbrand-Einsatz.
Erntesaison mit erhöhtem Brandrisiko
Er macht deutlich: Die Erntezeit für die verschiedenen Getreidesorten läuft oder steht bevor. Die trockenen Halme und organischen Stäube bei der Ernte sind nicht nur leicht entzündlich, auch breiten sich Feuer auf den Feldern mit dem Wind sehr schnell aus. Auch Waldboden und Gewächse sind sehr trocken und feuergefährdet.
Daher appelliert Schwanke: Vorsicht mit offenem Feuer, zum Beispiel beim Grillen. Gerade bei dem regional teilweise in Böen starken Wind ab sechs Beaufort herrscht große Gefahr, dass Funken in die Natur fliegen und dort etwas entzünden. Auch von Feuerschalen und Feuertonnen geht durch Funkenflug eine Gefahr aus. Daher sollten Gartenbesitzer sich laut dem Fachmann gut überlegen, ob der Gebrauch eine gute Idee ist. Zudem gilt wie immer: Keine Zigaretten oder ähnliches glimmend in die Gegend werfen. Im Wald herrscht ein grundsätzliches Verbote von Feuer und Rauchen.
Zudem herrscht auch beim Abflämmen von Unkraut die Gefahr, dass Feuer sich ausbreiten kann. Fahrzeuge mit heißen Abgasanlagen sollten nicht auf hohem, trockenen Gras abgestellt werden. Bei Erntetätigkeiten kann es zudem zur Überhitzung von Motor und Maschinen durch Staub kommen.
Notruf lieber einmal zu oft als zu spät wählen
Das Risiko von Feuern in tieferen Bodenschichten (trockene Moore, Humusschichten mit hohen organischen Bestandteilen) ist aufgrund der geringen Bodenfeuchte in einigen Bereichen höher als üblich. "Sollten Bürgerinnen und Bürger eine Rauchentwicklung oder Feuer sehen, sollten sie unverzüglich die Feuerwehr unter 112 anrufen", betont Schwanke vor seiner abschließenden Bitte: "Bitte stellen sie keine Fahrzeuge in Waldwegen oder in Einmündungen zu Forstwegen ab. Diese Zufahrten sind wichtige Rettungswege. Außerdem stört es Landwirte, die auf ihren Grund wollen. Nutzen sie ausgewiesene Parkflächen."











