Upcycling: Alltagsartikel aus Altpapier bei „Hobby & Kunst“-Ausstellung

Neuer Name, neue Location, neuer Schwung. 36 Anbieter konnten Sabine Schuster und Gudrun Rotah, Organisatorinnen des Marktes „Hobby & Kunst“, in der Rothenstein-Schule begrüßen. Am Wochenende (7. und 8. November) präsentierten auch fünf neue Aussteller ihre Arbeiten.
Filigrane Grafiken der Sprungschanze, Stadtpläne von Kierspe und Meinerzhagen auf Straßenzüge reduziert, die eher an ein Spinnennetz denken lassen, aber auch Notizblöcke mit „Sauerland“-Werbezug für den Alltaggebrauch präsentierte Christian Schmitt, der erstmals dabei war. Im Laufe der Zeit, sei es mehr geworden, was er gemacht habe. „Da wäre es schön, das mal zu zeigen“, war seine Motivation, sich für den Hobbykünstler-Markt anzumelden. Der firmierte erstmals unter neuem Namen als Ausstellung „Hobby & Kunst“.
Die Aussteller, 36 insgesamt, kommen inzwischen nicht mehr nur aus dem Volmetal. Der Markt, der jährlich wechselnd in Kierspe und Meinerzhagen „über die Bühne“ geht, lockt zunehmend Aussteller aus der Nachbarschaft wie dem Oberbergischen an. So hatte sich auch Edda Grunwald aus Remscheid beworben.
Abfall als Ressource
Sie beschäftigt sich mit Altpapier, das sie zu Schmuck wie Halsketten oder Fingerringen, zu Untersetzern oder Taschen verarbeitet. Sie hatte zeitweise in Südafrika gelebt und dort gesehen, wie Frauen aus Plastiktüten neue Produkte herstellen. „Abfall ist eine Ressource“, ist Edda Grunwalds Motto. Anfangs hat sie Plastik verarbeitet, inzwischen ist sie auf Papier umgestiegen. Ein Material und eine Technik, die bereits im 18. Jahrhundert Usus waren, erläutert sie. Verzierte Fassaden seien vielfach aus Altpapier gegossen worden, weil das leichter sei als mineralisches Material, erläutert sie anhand von Fotos.
„Wenn jemand zum Konzept passt, nehmen wir die sehr gerne“, zeigt sich Sabine Schuster offen auch für auswärtige Interessenten. Zu ihnen gehört auch Julia Wirth aus Lennestadt. Sie bietet erstmals Workshops an, etwa, wie man Trockenblumen steckt.
Markt habe sich immer neu erfunden
Der Hobbykünstler-Markt habe sich „immer wieder neu erfunden“, hatte Sabine Schuster bei der Begrüßung betont. Nicole Homuth habe das neue Gesicht des Marktes „Hobby & Kunst“ entworfen und geholfen, „auch digital neue Wege zu gehen“. Neu ist auch der Standort, da die Stadthalle auf absehbare Zeit nicht zur Verfügung steht. Neue Aussteller bringen neue Ideen und Produkte mit. Hüte, Halstücher, Handtaschen, Holzarbeiten, Deko-Artikel, Schmuck, Bilder, Skulpturen umfasst das breit gefächerte Angebot. Ein Novum ist auch, dass sich der Kunstkurs der Sekundarschule bei der Ausstellung präsentiert.
Fotogalerie
Stellvertretender Bürgermeister Volker Rüsche sieht die Ausstellung als „wesentlichen Bestandteil des kulturellen Lebens im oberen Volmetal. Er hoffe, dass am Ende jeder mit dem Gefühl nach Hause gehe: es war ein tolles Event. Möglich gemacht haben es viele Helfer, Sponsoren, ehrenamtliches Engagement und die Jugendfeuerwehr. Sie hatte dafür gesorgt, dass die Gucker und Käufer auch beköstigt wurden.










