Die Wahl der Delegierten und Ersatzdelegierten zur Landeswahlversammlung sowie ein Vortrag von Angela Freimuth zum Ausgang der Midterms-Wahl in den USA standen im Mittelpunkt des außerordentlichen Kreisparteitages der FDP Märkischer Kreis. Dabei vertrat Kreis-Fraktionsvorsitzender Axel Hoffmann in der Gaststätte „Hohe Steinert“ in Lüdenscheid den erkrankten Kreisvorsitzenden Kai Krause.

Überregionale Nachrichten

Die meisten Stimmen für Kai Krause

Der Kreisvorstand hatte den anwesenden Liberalen eine Vorschlagsliste vorgelegt, die breite Mehrheit fand. Zu Delegierten für die Landeswahlversammlung gewählt wurden: Angela Freimuth (Ortsverband Lüdenscheid, 17 Stimmen), Axel Hoffmann (Schalksmühle, 17), Kai Krause (Meinerzhagen, 18), Justus Hein (Plettenberg, 17), Armin Speckmann (Nachrodt-Wiblingwerde, 17), Christoph Wagener (Lüdenscheid, 17), Jens Holzrichter (Lüdenscheid, 17) und Christian Schön (Meinerzhagen, 17). Darüber hinaus legten die Anwesenden die Reihenfolge bei den sechs gewählten Ersatzdelegierten fest.

Vor fünf Wochen in den USA

Auf großes Interesse stieß der Bericht von Angela Freimuth zum Ausgang der Midterms-Wahl in den USA. Die 60-Jährige ist Vorsitzende der NRW-USA-Parlamentariergruppe im Landtag Nordrhein-Westfalen. „Der Sieg der Demokraten war so nicht vorhersehbar“, sagte Freimuth, die fünf Wochen zuvor noch in den USA gewesen war. Ein wichtiger Grund seien die seit einem Jahr deutlich gestiegenen Lebenshaltungskosten gewesen. „Der Preis für eine Gallone Benzin (3,78541 Liter) ist von vier auf sieben Dollar gestiegen. Die Zollpolitik des Präsidenten schlägt voll durch, die Menschen zahlen jetzt dafür“, erklärte die Abgeordnete.

Angela Freimuth, Vorsitzende der NRW-USA-Parlamentariergruppe im Landtag Nordrhein-Westfalen, berichtete von ihrem jüngsten Besuch in Amerika und kommentierte den Ausgang der Midterms-Wahl.
Foto: Hendrik Klein / LokalDirekt

Sorge um die Demokratie

Die Sorge um die Demokratie in den USA sei gestiegen. Der Bitte von Präsident Trump, so abzustimmen, als stünde er auf dem Wahlzettel, seien die Wähler gefolgt. Die Amerikaner hätte auch die Nase voll gehabt von Hetzjagden auf ihre Nachbarn, die nur wie Migranten aussähen. „Die Jugend hat Angst vor Arbeitsplatzverlust und KI“, berichtete Angela Freimuth. Trump lasse den Tech-Giganten alles durchgehen, der Iran-Krieg werde von den Amerikanern abgelehnt, das habe sie bei ihrem Besuch unlängst erfahren.

Trump ändert sich nicht

Skeptisch ist Freimuth, ob sich nun unter den Demokraten für Europa alles zum Positiven ändert. „Auch die sind keine Freunde des freien Handels." Trump werde sich nicht ändern. Freimuth: „Wir in Europa müssen jetzt unsere Hausaufgaben machen, dann werden wir wieder ein guter Partner."

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