Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Nordrhein-Westfalen ist nach Angaben des Statistischen Landesamtes im ersten Halbjahr 2026 auf den höchsten Stand seit zehn Jahren gestiegen.
Verkehr, Lagerei, Bau- und Gastgewerbe häufig betroffen
Die Amtsgerichte registrierten 3428 Verfahren – 7,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Besonders häufig traf es Unternehmen aus dem Bereich Verkehr und Lagerei. Dort kamen 105 Insolvenzen auf 10.000 Unternehmen. Im Bau- und Gastgewerbe waren es jeweils 82.
Weniger Beschäftigte betroffen
Trotz der steigenden Zahl an Insolvenzen sank die Zahl der betroffenen Beschäftigten deutlich. 13.853 Arbeitnehmer waren betroffen, 34,9 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025. Auch die voraussichtlichen Forderungen gingen zurück: von 4,4 auf 3,7 Milliarden Euro.
Rund zehn Prozent mehr Privatinsolvenzen
Neben den Unternehmensinsolvenzen gab es unter anderem 10.322 Verbraucherinsolvenzen, deren Zahl im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 (9374 Verfahren) um 10,1 Prozent gestiegen ist.
Insgesamt stieg die Zahl aller Insolvenzverfahren in NRW, einschließlich Privatinsolvenzen, damit um 7,8 Prozent auf 16.698 Fälle.








