Brigitte Klein, Vorsitzende der Turbo-Schnecken, hat am Donnerstag im Schneckenhaus die letzten Preise des 22. AOK-Firmenlaufs vergeben. Erstmals hatte das Organisationsteam einen Wettbewerb für die Gruppen ausgeschrieben, die Anfang Juli entlang der Strecke mit Musik, Kreativität und Anfeuerungsrufen zur besonderen Atmosphäre der Veranstaltung beigetragen hatten.
Den ersten Platz sicherte sich die Fangruppe „Natural Born Chillers“, die an der Parkstraße (gegenüber dem Kino) mit rund 40 bis 50 Unterstützern für Stimmung sorgte. Initiator Hartmut Klawitter, früher selbst aktiver Firmenläufer, erinnerte bei der Preisverleihung an die Anfänge der Gruppe. Vor zehn Jahren hat alles mit zwei Liegestühlen und einigen Getränken begonnen. Im Laufe der Jahre sind Musikanlage, Pool mit gekühlten Getränken, Wasserfontäne, Wasserpistolen und Seifenblasen hinzugekommen. Die Seifenblasenkanone wurde bei der Preisverleihung noch einmal in Gang gesetzt. Der Name „Natural Born Chillers“ ist geblieben und steht inzwischen für eine feste Institution entlang der Laufstrecke.
Mit dem erstmals ausgelobten Wettbewerb wollte das Organisationsteam die Bedeutung der Fangruppen für den Firmenlauf hervorheben. Brigitte Klein, Vorsitzende der Turbo-Schnecken und Organisatorin des Laufs, betonte, dass die Unterstützer an der Strecke maßgeblich zur besonderen Atmosphäre der Veranstaltung beitrugen und den Charakter des Firmenlaufs mitprägten.
Fanecke Ludwigstraße mit eigenen T-Shirts und viel Musik
Den zweiten Preis erhielt die Fanecke Ludwigstraße. Auch diese Gruppe ist über die Jahre kontinuierlich gewachsen und trat in diesem Jahr erstmals in einheitlichen Firmenlauf-Shirts auf. Matthias Pipke erinnerte daran, dass die Fangruppe eher zufällig entstanden ist. Beim ersten Firmenlauf konnten die Teilnehmenden wegen der Straßensperrungen nicht nach Hause fahren und verfolgten kurzerhand die Veranstaltung am Streckenrand. Seit 2009 gehört die Gruppe zum festen Bild des Firmenlaufs. Besonders beliebt ist dabei das Ruderspiel, bei dem viele Läuferinnen und Läufer spontan mitmachen. Matthias Pipke nahm mit seinem Sohn Yannick und Tochter Sophie Stamm den Preis entgegen. „Unser Sohn war damals ein Jahr alt. Heute ist er ein Technikfreak und sorgte für die Musik während der Laufparty bei uns am Eck“, berichtete er weiter.
Jeweils einen dritten Preis vergab die Jury an die Pflegeeinrichtung an der Weststraße sowie an die Feuerwehr Lüdenscheid.
Handschlag oder Abklatschen
Für die Pflegeeinrichtung nahmen Inge Wolff, Wilma Brinker und Gisela Tolksdorf die Auszeichnung entgegen. Bewohnerinnen und Bewohner waren mit Rollatoren oder auf bereitgestellten Bänken an die Strecke gekommen und feuerten die Teilnehmenden mit Rasseln an. Die Begeisterung war groß, berichtete Wolff. Viele Läufer hätten den älteren Zuschauerinnen und Zuschauern mit einem Handschlag oder Abklatschen ihre Wertschätzung gezeigt. Der Firmenlauf ist inzwischen ein fester Termin im Jahreskalender der Einrichtung. „Im nächsten Jahr wird das richtig organisiert. Dann sind wir noch mehr“, versprachen die drei Seniorinnen.
Abkühlung für die Läuferinnen und Läufer
Die Feuerwehr wurde für ihren langjährigen Einsatz am Dukatenweg ausgezeichnet. Dort sorgten die Einsatzkräfte bei hohen Temperaturen regelmäßig mit Wasser aus dem Feuerwehrschlauch für Abkühlung der Läuferinnen und Läufer. Stellvertretend für seine Kollegen nahm Benedikt Wand den Preis entgegen und kündigte an, die Feuerwehr werde auch künftig wieder für Unterstützung entlang der Strecke sorgen.
Alle Preisträger erhielten Gutscheine der Metzgerei Geier sowie von Getränke Linnepe. Für das kommende Jahr kündigte Brigitte Klein an, die Fangruppen zusätzlich mit einem Video entlang der Strecke in den Mittelpunkt rücken zu wollen. Die Organisatoren möchten damit das Engagement der vielen Unterstützer sichtbar machen, die Jahr für Jahr einen wesentlichen Beitrag zur besonderen Stimmung des Lüdenscheider Firmenlaufs leisten.







