Mit dem Berufsvalidierungsverfahren eröffnet die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) berufserfahrenen Menschen ohne formalen Berufsabschluss die Möglichkeit, ihre beruflichen Kompetenzen feststellen und offiziell anerkennen zu lassen. Grundlage des Verfahrens ist das Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetz (BVaDiG), das am 1. Januar 2025 in Kraft getreten ist.
„Viele Beschäftigte arbeiten seit Jahren erfolgreich in einem Beruf, ohne eine entsprechende Ausbildung abgeschlossen zu haben. Andere haben ihre Berufsausbildung im Ausland absolviert und bereits wertvolle Berufserfahrung gesammelt, deren Qualifikationen in Deutschland jedoch bislang nicht oder nur eingeschränkt anerkannt werden. Das Feststellungsverfahren setzt auf einen praxisnahen Ansatz: Die Teilnehmenden bearbeiten typische Aufgaben aus ihrem Berufsalltag und können so ihre beruflichen Fähigkeiten nachweisen“, erklärt Elisabeth Noke-Schäfer, Leiterin des Teams „Aus- und Weiterbildungsprüfungen“ bei der SIHK.
Einer, der dieses Verfahren bei der SIHK erfolgreich durchlaufen hat, ist Hendrik Braselmann. Nach mehr als 13 Jahren Berufserfahrung hält er mit seinem Berufsvalidierungszeugnis nun den offiziellen Nachweis in den Händen, dass seine beruflichen Kompetenzen mit denen eines ausgebildeten Technischen Produktdesigners vergleichbar sind. Hendrik Braselmann ist überzeugt: „Nicht nur habe ich durch die Berufsvalidierung jetzt einen offiziellen, vergleichbaren Abschluss, sondern habe so direkt im Anschluss einen Job gefunden. Für mich war das Validierungsverfahren damit ein voller Erfolg.“
Die SIHK bietet an einer Berufsvalidierung interessierten Personen eine individuelle und kostenfreie Beratung an. Ansprechpartnerin ist Sarah Gozemba-Korbach, Telefon 02331 390269, E-Mail: [email protected]









