Tierischer Ausnahmezustand im Märkischen Kreis: Bis Dienstagmittag, 23. Juni, rückte die Polizei bereits 147-mal wegen Tieren aus. Von ausgebüxten Ponys über freilaufende Schafe bis hin zu verletzten Wildvögeln reichte die Palette der Einsätze.
In Herscheid grasten vier Kühe und ein Kalb an der Verbindungsstraße zwischen Hüinghausen und Wellin direkt am Fahrbahnrand. Polizeibeamte lotsten die Tiere von der Straße und hielten sie am Waldrand fest, bis ihr Besitzer eintraf.
Freilaufende Schafe und ausgebüxte Ponys
In Lüdenscheid-Pöppelsheim sorgten freilaufende Schafe für einen Einsatz. In Meinerzhagen trabten zwei ausgebüxte Ponys durch die Nacht. In Kierspe kümmerte sich die Polizei um einen verletzten Vogel und stellte den Kontakt zum Tierschutz her.
Bereits am Montagabend vermittelte die Polizei in Altena einen verletzten Turmfalken an einen Greifvogel-Experten. Eine Zeugin hatte das Tier gegenüber des Burggymnasiums entdeckt. Am Sonntag, 21. Juni, fand die Polizei zudem eine ausgesetzte junge Katze auf einem Rastplatz an der A45.
Nicht immer enden die Einsätze glücklich: An der Westfalenstraße in Iserlohn fanden Einsatzkräfte eine überfahrene Katze, für die jede Hilfe zu spät kam.
Polizei warnt vor Wildwechsel und Hitze
Die Polizei erinnert Autofahrer daran, besonders auf Wildwechsel zu achten. Wo ein Reh die Fahrbahn kreuzt, können weitere Tiere folgen.
Außerdem appellieren die Beamten an Tierhalter, Hunde und andere Haustiere bei sommerlichen Temperaturen niemals im Auto zurückzulassen. Fahrzeuge heizen sich innerhalb kurzer Zeit lebensgefährlich auf.
Verletzte Wildtiere meldet die Polizei den zuständigen Jagdausübungsberechtigten. Entlaufene Haustiere werden in Obhut genommen oder an den Tierschutz übergeben, bis ihre Besitzer gefunden sind.









