Wie gut ist das Mobilfunknetz im Märkischen Kreis wirklich? Das soll die Mobilfunkmesswoche vom 24. Juni bis 1. Juli zeigen. Bürger können dabei mit einer kostenlosen App der Bundesnetzagentur selbst Daten zur Netzverfügbarkeit erfassen.
Die Mobilfunkmesswoche findet bundesweit zum zweiten Mal und in Nordrhein-Westfalen bereits zum vierten Mal statt. Ziel ist es, ein möglichst realistisches Bild der Mobilfunkversorgung aus Sicht der Nutzer zu erhalten und bestehende Versorgungslücken sichtbar zu machen. Die anonym erfassten Daten fließen in die Karte „Netzcheck“ der Bundesnetzagentur ein und sollen den weiteren Netzausbau unterstützen.
Netzverfügbarkeit per Smartphone erfassen
Mit der neuen App „Mobilfunk-Check“ können Nutzer die Verfügbarkeit ihres Mobilfunknetzes in Echtzeit messen. Wie der Märkische Kreis mitteilt, wird dabei erfasst, ob kein Netz, 2G, 4G oder 5G verfügbar ist. Die Daten werden anonymisiert an die Bundesnetzagentur übermittelt und anschließend auch für Nordrhein-Westfalen sowie den Märkischen Kreis ausgewertet.
Die App steht kostenlos in den App-Stores zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es unter www.check-dein-netz.de.
„Jede Messung zählt“
Der Koordinator für digitale Infrastruktur des Märkischen Kreises, Matthias Pohl, hat die Aktion als Initiator mit auf den Weg gebracht. Er sagt: „Trotz unserer Berge und Täler haben wir bereits eine relativ gute Mobilfunkversorgung. Umso wichtiger ist es, die letzten Schwachstellen zu identifizieren. Deshalb zählt jede Messung. Wenn viele mitmachen, können wir Probleme noch gezielter bei den Netzbetreibern angehen. Unsere Region hat bei der Versorgung große Fortschritte gemacht, und wir arbeiten weiter akribisch daran, auch die letzten weißen Flecken in Zusammenarbeit mit den Anbietern zu schließen.“
Nach Angaben von Matthias Pohl liegt die 4G-Verfügbarkeit von mindestens einem Mobilfunkanbieter im Märkischen Kreis derzeit bei 97,96 Prozent der Fläche. Bei 5G sind es 94,02 Prozent. In den vergangenen fünf Jahren habe es deutliche Fortschritte bei der Netzabdeckung gegeben. Dennoch bleibe die flächendeckende Versorgung insbesondere in den topografisch anspruchsvollen Regionen des Märkischen Sauerlandes eine Herausforderung.
Graue und weiße Flecken bleiben Thema
Die Koordinatoren für digitale Infrastruktur, Matthias Pohl und Thomas Hoheisel, arbeiten gemeinsam mit den Netzbetreibern an der weiteren Verbesserung der Versorgung. „Die Messergebnisse aus der App werden uns dabei helfen, die letzten Lücken noch genauer zu lokalisieren und zu priorisieren“, sagen Matthias Pohl und Thomas Hoheisel.
Derzeit gelten 21,14 Prozent der Fläche im Märkischen Kreis als sogenannte „graue Flecken“. Dort ist zwar mindestens ein Mobilfunknetz verfügbar, jedoch nicht alle Anbieter. Als „weiße Flecken“ ohne 4G- oder 5G-Versorgung gelten noch 1,73 Prozent der Kreisfläche. Die Zahlen stammen aus dem Januar 2026. Seitdem sind weitere Mobilfunkmasten in Betrieb gegangen, weitere Standorte sollen in den kommenden drei Jahren folgen.
NRW erreicht hohe Versorgungswerte
Nach Angaben der Bundesnetzagentur liegt die 4G-Abdeckung in Nordrhein-Westfalen bei 98,56 Prozent der Fläche. 5G ist bereits auf 96,77 Prozent der Landesfläche verfügbar. Landesweit gelten 10,68 Prozent als graue Flecken und 1,2 Prozent als weiße Flecken.
Aktuelle Daten zur Mobilfunkversorgung in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht das Dashboard unter www.mobilfunk.nrw quartalsweise.









