Obwohl die Wetterbedingungen nicht optimal waren, konnten zum Teil die erheblichen Unterschiede an den Herscheider Gebäuden eindrucksvoll herausgearbeitet werden. Mehrere untersuchte Gebäude, die in den 90er Jahren erbaut wurden, zeigten wenige bis keine Schwachstellen, wohingegen bei den älteren Häusern im Dorfkern deutlich wurde, dass hier durchaus Sanierungsbedarf besteht.
Energieberater Martin Halbrügge erläuterte in diesem Zusammenhang, dass schon einfache Maßnahmen häufig einen signifikanten Unterschied bewirken, machte aber auch klar, dass Gebäude aus dieser Epoche kaum auf neueste energetische Standards zu heben seien. Dass das nicht zwangsläufig notwendig ist, zeigte das Beispiel eines Teilnehmers aus dem Dorfkern, der sein Gebäude mit einer Luft-Luft-Wärmepumpe klimafreundlich beheizt und damit eine angenehme Wohlfühltemperatur erreicht.
Bei der Thermografie werden Bilder des Gebäudes mit einer Wärmebildkamera aufgenommen. Diese Bilder zeigen nicht die für das menschliche Auge sichtbaren Farben, sondern die Infrarotstrahlung des Gebäudes. Bereiche, die wärmer sind als der Außenbereich, erscheinen rot, während kältere Bereiche blau dargestellt werden. Dies ermöglicht es, die Wärmeverteilung im Gebäude zu analysieren und Bereiche mit hohen Wärmeverlusten zu identifizieren. Durch die Identifizierung von roten Bereichen, die besonders warme Temperaturen aufweisen, kann der Energieberater erkennen, wo die Wärmeschutzmaßnahmen des Gebäudes am schlechtesten sind. Dies kann darauf hinweisen, dass bestimmte Teile des Gebäudes, wie die Fassade oder das Dach, verbessert werden müssen.

Die Wärmebildkamera zeigt dabei anschaulich auf, dass schlecht gedämmte Bauteile einen erheblichen Anteil an unnötigen Heizenergieverlusten verursachen. Durch die Identifizierung dieser Schwachstellen können energetische Sanierungen umgesetzt werden, die nicht nur den Energieverbrauch senken, sondern auch das Klima schützen und die Energiekosten senken.
Weitere Thermografieaktionen in Planung
Energetische Sanierungen spielen eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel und zur Energieeffizienzsteigerung. Sie umfassen Maßnahmen, die dazu dienen, den Energieverbrauch eines Gebäudes zu reduzieren und somit die Umweltauswirkungen zu minimieren. Durch die Modernisierung der Gebäudehülle, die Installation energieeffizienter Heizungs- und Kühlungssysteme sowie die Verbesserung der Fenster- und Türen-Isolierung, können erhebliche finanzielle Einsparungen erzielt und gleichzeitig ein entscheidender Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.
Nach dem Spaziergang freuten sich die Organisatoren über das positive Feedback der Teilnehmer und kündigten an, für den kommenden Winter weitere Thermografieaktionen zu planen. Interessenten können sich schon jetzt bei Simon Mai im Rathaus unter [email protected] oder Telefonnummer 02357/9093-28 melden.









