Zwei rote Boxen gefüllt mit Binden und Tampons überreichte der SPD-Fraktionsvorsitzende Christian Reppel am Freitag, 20. Oktober, an Oberstufenleiterin Diana Hibst und zwei Schülervertreterinnen in der Gesamtschule.
„Das ging aber schnell“, sei die Reaktion einer Schülerverteterin gewesen, die sich erstaunt gezeigt habe über den Zeitpunkt der Spendenübergabe. „Frau Hibst und die Schülerinnen teilten uns mit, dass sich die Schülerinnen etwa zeitgleich zu unserer Antragsstellung über die Herausforderungen und Fragen rund um den plötzlichen Eintritt der Menstruation und fehlende Hygiene-Artikel befasst haben“, so Reppel gegenüber LokalDirekt. „Ein Thema, das mit Hilflosigkeit und Scham verbunden ist. Da passte es, dass der Rat im März unserem Antrag zugestimmt und ihn in den Hauptausschuss im Juni verwiesen hat. Wir haben uns über den Vorschlag der Verwaltung gefreut, die Gesamtschule und alle vier Kiersper Grundschulen auszustatten.“
Die Suche nach dem passenden Standort
Voraus ging in Rat und Hauptausschuss eine Diskussion über die Frage nach dem passenden Standort der Spender. Beaufsichtigt sollte er sein, um Verschwendung zu vermeiden – damit fielen andere Standorte wie etwa das Schwimmbad raus – und gleichzeitig nicht an eine Abgabe durch Schulpersonal geknüpft werden. Auch die Kiersper Grundschulen sollen berücksichtigt werden. Die Begründung: Die Menstruation setze immer früher ein.
Die ersten zwei Boxen inklusive Füllung spendet die SPD im Wert von 200 Euro. „Sollten die Boxen schon in diesem Jahr leer sein, spendieren wir auch den ersten Nachschub“, versprach Reppel. Ab dem kommenden Jahr sollen Haushaltsmittel für die restlichen Spender vorgesehen werden. „Das ist Sache der Kommune als Trägerin der Schule. Auch, was die regelmäßige Auffüllung angeht. Wir wollten für die Initialzündung sorgen, um das Thema umzusetzen und aus der Tabu-Zone zu holen.“
Erfahrungen sammeln und auswerten
Im Anschluss werden Politik und Schule erörtern: Wie wurden die Spender angenommen? Ist der Bedarf da und wie sind die Erfahrungen? Entsprechend stünde eine Spenderbox auch an anderen Standorten, wie dem Rathaus zur Diskussion.
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