An mehreren Fußgängerampeln in Kierspe berichten Anwohner von wiederholten Rotlichtverstößen durch Autofahrer, besonders häufig an den Bedarfsampeln in Kierspe-Dorf an der Buchhandlung „Paper Pan Timpe“ und der Metzgerei Hoffmann sowie am Denkmal in Kierspe-Bahnhof. Nun soll eine Plakataktion Verkehrsteilnehmer zu mehr Aufmerksamkeit bewegen.
Anwohnerin startet Initiative
„Wir erleben immer wieder, dass Fahrzeuge trotz roter Ampel weiterfahren. Gerade wenn Kinder oder ältere Menschen mit Gehstock oder Rollator die Straße überqueren, ist das ein erhebliches Sicherheitsrisiko“, macht Anwohnerin Petra Günther deutlich. Gemeinsam mit ihrer Schwiegertochter habe sie daher eine besondere Aktion ins Leben gerufen: Mit auffälligen Plakaten, die einen großen roten Punkt und den Slogan „Stopp bei Rot“ tragen, sollen Verkehrsteilnehmer frühzeitig auf die jeweiligen Ampelanlagen hingewiesen werden. „Mit den Plakaten möchten wir die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer erhöhen und so einen kleinen Beitrag für mehr Sicherheit leisten”, erklärt Petra Güntner.
Unterstützung aus der Politik
Unterstützung erhält die Aktion von UWG-Ratsmitglied Steffen Wieland, der die Problematik bereits mehrfach im Stadtrat thematisiert hat. „Auch andere Ratsmitglieder haben in der Vergangenheit auf die wiederkehrenden Rotampelverstöße hingewiesen“, so Wieland. Die Verkehrsbehörde des Märkischen Kreises sehe jedoch keine rechtliche Möglichkeit, an den betroffenen Bedarfsampeln Rotlichtüberwachungsanlagen einzurichten.

„Als mich Petra Günther auf die Idee aufmerksam gemacht hat, war ich sofort bereit mitzuhelfen. Auch wenn es sich um eine vergleichsweise kleine Maßnahme handelt: Jede Initiative, die dazu beiträgt, dass auch nur ein Fahrzeug weniger über eine rote Ampel fährt, ist es wert, unterstützt zu werden. Am Ende geht es um die Sicherheit der Menschen — insbesondere der Kinder auf ihrem Schulweg“, sagt Steffen Wieland.
Breite Unterstützung vor Ort
Die Stadtverwaltung Kierspe, insbesondere das Ordnungsamt, hat die Umsetzung der Aktion unterstützt. Auch Nadine Kahlmann, Inhaberin der Buchhandlung „Paper Pan Timpe” in Kierspe-Dorf, beteiligt sich an der Kampagne und stellt eines der Plakate gut sichtbar vor ihrem Geschäft auf. Als direkt betroffene Gewerbetreibende erlebt sie die gefährliche Situation an der Ampel täglich mit und begrüßt die Initiative ausdrücklich.
Längere Grünphasen im Gespräch
Die Initiatoren regen an, die Grünphasen für Fußgänger zu überprüfen und bei Bedarf zu verlängern. „Davon würden vor allem ältere Menschen profitieren, die mehr Zeit zum Überqueren benötigen“, sind sie sich einig. In jedem Fall hoffen sie aber, dass die Plakataktion möglichst viele Verkehrsteilnehmer sensibilisiert: „Und damit einen Beitrag zu mehr Rücksicht und Sicherheit an den betroffenen Fußgängerampeln in Kierspe leistet.“








