Die Enervie-Gruppe mit ihren Tochtergesellschaften Mark-E und Stadtwerke Lüdenscheid treibt den Ausbau einer nachhaltigen Elektromobilitätswende in der Region auch im Nutzfahrzeugbereich weiter voran. Die Spedition Eickelmann in Lüdenscheid ist das erste Referenzprojekt.

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Die Enervie-Gruppe mit ihren Tochtergesellschaften Mark-E und Stadtwerke Lüdenscheid treibt den Ausbau einer nachhaltigen Elektromobilitätswende in der Region auch im Nutzfahrzeugbereich weiter voran. Die Spedition Eickelmann in Lüdenscheid ist das erste Referenzprojekt.

Die Enervie-Gruppe kooperiert mit der Jürgens Gruppe im Geschäftsbereich "E-Trucks". Gemeinsames Ziel sei die Unterstützung des regionalen Gewerbes beim schrittweisen Umbau im Bereich Nutz- und Schwerlastfahrzeuge, heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Damit verbunden treibe die Enervie-Gruppe den Aufbau einer Ladeinfrastruktur in den Depots und Betriebshöfen für den Nutz- und Schwerlastverkehr in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens voran.

Hintergrund der Kooperation ist die fortlaufende Auslieferung erster Nutz- und Lastfahrzeuge mit elektrischem Antrieb durch die Jürgens Gruppe. Die Fahrzeuge verfügen teilweise über eine Batteriekapazität von 600 Kilowattstunden (kWh) – diese ist somit etwa zehnmal so groß wie bei vielen Pkw-Modellen. Als Ladetechnik nutzt man hier das Laden mit Gleichstrom (DC) ab einem Leistungsbereich von 100 bis 400 Kilowatt (kW). Unter optimalen Bedingungen entspricht dies bei 600 kWh Batteriekapazität einer Ladedauer von rund 1,5 bis 6 Stunden.

Hypercharger kann ans Ortsnetz angebunden werden

Die Jürgens Gruppe und die Enervie-Gruppe haben im Rahmen ihrer Kooperation bereits mehr als 35 große Speditionen und Unternehmen im Einzugsgebiet zwischen Siegen, Olpe, Hagen, Wuppertal und Dortmund als potenzielle Kunden identifiziert. Neben dem Verkauf von entsprechenden E-Nutz- und Lastfahrzeugen werden diese auch konkret auf das Angebot zur Schaffung einer trag- und ausbaufähigen Ladelösung beraten.

Dabei stehen die betrieblichen Abläufe und die Anforderungen des Kunden im Zentrum der zu entwickelnden Lösung. Das von Enervie angebotene Einstiegsmodell ist ein 100-kW-Hypercharger, der – falls technisch möglich – auch direkt an ein vorhandenes Ortsnetz angebunden wird. Enervie sieht in der Regel schon vor, dass eine mögliche spätere Erweiterung nach Bedarf umgesetzt werden kann. Darüber hinaus hat der Energiedienstleister auch ein passendes Servicepaket für den Betrieb sowie ein Ladestrom-Produkt für den Übergang in eine weiterführende Industriekundenstromversorgung entwickelt.

Erstes Referenzprojekt: Spedition Eickelmann in Lüdenscheid

Beim Unternehmen Spedition Thomas Eickelmann in Lüdenscheid haben beide Partner bereits im Oktober 2025 ein erstes Referenzprojekt umgesetzt: Die Jürgens-Gruppe lieferte an das Unternehmen zwei Elektro-Lkw mit je 600 kWh Batterieleistung, Enervie errichtete parallel hierzu einen 100-kW-Hypercharger als Ladelösung und sorgt über seine Tochtergesellschaft Stadtwerke Lüdenscheid auch für den Betrieb und die entsprechende Stromlieferung.