Mit einem Balanceakt auf der viel geschmähten Betonmauer an der Ecke Winkhauser Straße/Parkstraße hat Melita Alzorba vor einigen Tagen in den sozialen Medien ihr Comeback auf der politischen Bühne angedeutet. Auch beim langgezogenen „Uiuiui“ auf dem Betonbauwerk behält die knapp gescheiterte Bürgermeisterkandidatin das Gleichgewicht. Zunächst ein Rätsel. Jetzt ist ihr Comeback offiziell. Am 23. Februar 2026 wurde Verein „Wir machen Lüdenscheid“ (WML) gegründet.

 

In der Pressemitteilung zur Vereinsgründung heißt es, der neue, „bürgerorientierte Verein“ habe es sich zum Ziel gesetzt, kommunalpolitische Prozesse stärker an den Anliegen der Bürgerinnen und Bürger auszurichten. Initiatorin ist Melita Alzorba. Sie will gemeinsam mit einem engagierten Team eine Struktur aufbauen, die Beteiligung, Transparenz und konkrete Umsetzung in den Mittelpunkt stellt.

 Zu den Gründungsmitgliedern zählen neben Alzorba auch Kay-Jörg Kawi, Zdenka Marija Schwabbauer, Eckhard Uwe Kowalewski, Petra Radoux, Marco Radoux und Salih Alzorba. Sie bilden den Vorstand des neu gegründeten Vereins. Ihre unterschiedlichen Erfahrungen aus Praxis, Organisation und Engagement, heißt es in der Mitteilung, sollen die Grundlage für eine sachliche, dialogorientierte und verantwortungsbewusste Ausrichtung des Vereins liefern. 

Der Verein versteht sich als überparteiliche Plattform für Menschen, die ihre Stadt aktiv mitgestalten wollen. Im Fokus stehe eine verlässliche und kontinuierliche Einbindung aller Stadtteile in politische Entscheidungsprozesse. Anliegen aus der Bürgerschaft sollten frühzeitig aufgenommen, gemeinsam diskutiert und – wenn möglich – in konkrete Initiativen und Anträge überführt werden. 

„Viele Menschen wünschen sich mehr Mitsprache und nachvollziehbare Entscheidungen vor Ort“, erklärt Melita Alzorba. „Mit dem neuen Verein wollen wir Formate schaffen, die bürgerorientierte Willensbildung nicht nur sammeln, sondern auch wirksam in die kommunalpolitische Arbeit einbringen. Politik soll wieder näher am Alltag der Menschen stattfinden – offen, transparent und lösungsorientiert.“

Geplant sind regelmäßige Austauschformate in den Stadtteilen, thematische Gesprächsabende sowie feste Anlaufpunkte für Bürgerinnen und Bürger, um ihre Anliegen einzubringen. Auch niedrigschwellige Begegnungsformate im öffentlichen Raum sollen fortgeführt und ausgebaut werden. Darüber hinaus will der Verein Strukturen entwickeln, die es Bürgerinnen und Bürgern erleichtern, eigene Initiativen bis hin zu Bürgerbegehren auf den Weg zu bringen und politisch zu begleiten. 

Parallel arbeitet das Team an einer neuen, informativen Homepage. Diese soll künftig transparent über die Arbeit des Vereins, aktuelle Themen, Termine und Mitwirkungsmöglichkeiten informieren und als zentrale Anlaufstelle für interessierte Bürgerinnen und Bürger dienen.

 „Der neue Verein wird bewusst überparteilich ausgerichtet sein und Menschen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenbringen – aus Bürgerschaft, Vereinen, Wirtschaft und Verwaltung.“, heißt es in der Mitteilung weiter. Ziel sei es, gemeinsam an konkreten Lösungen für Lüdenscheid zu arbeiten und den Dialog zwischen Bürgern und der kommunalen Politik dauerhaft zu stärken. 

„Es geht nicht um kurzfristige Aktionen, sondern um eine langfristige, verlässliche Struktur für Beteiligung in Lüdenscheid“, so Melita Alzorba. „Das Team möchte daran arbeiten, dass Bürgerbeteiligung kontinuierlicher, verbindlicher und wirksamer wird.“ 

Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die den Verein aktiv oder passiv unterstützen möchten, können sich per E-Mail an [email protected] wenden. Weitere Informationen zu Mitwirkungsmöglichkeiten und zu den geplanten Formaten werden in den kommenden Wochen bekanntgegeben.