Beim Sommerfest gewährte der Tierschutzverein Halver-Schalksmühle Einblicke in seine tägliche Arbeit. Mehr als 100 Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über den Tierschutz zu informieren, die Anlagen zu besichtigen und mit den Ehrenamtlichen ins Gespräch zu kommen.

„Wegen der sommerlichen Temperaturen haben wir den Termin in diesem Jahr etwas kleiner angesetzt“, erklärt Petra Steiner, erste Vorsitzende des Tierschutzvereins Halver-Schalksmühle. Dennoch zeigte sich: Das Interesse an der Arbeit des Vereins ist groß. „Heute sind wir einfach als Ansprechpartner da und natürlich auch, um den Leuten zu zeigen, was wir mit dem Geld anstellen“, sagt Steiner.

Volle Kapazitäten im Katzenbereich

Die größte Herausforderung für den Verein bleibt derzeit die hohe Zahl an aufgenommenen Tieren. „Wir sind voll“, berichtet Steiner. Aktuell kümmert sich der Tierschutzverein um rund 25 Katzen, vier Kaninchen sowie weitere Tiere wie Wachteln und Igel.

Besonders im Bereich der Katzenhilfe gibt es derzeit viel zu tun. „Wir haben auch wieder Kastrationsaktionen in Halver laufen. Es ist ziemlich viel zu tun“, erklärt Steiner. Gerade vor den Ferien spitzt sich die Situation regelmäßig zu. „Wir bekommen massenhaft Anrufe kurz vor den Ferien. Es geht gar nichts mehr – man weiß gar nicht, wohin mit den Tieren“, beschreibt sie die aktuelle Lage.

Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit sind auch die Kastrationen freilebender Katzen. Die Kosten dafür belaufen sich bei weiblichen Tieren auf rund 250 Euro, bei Katern auf etwa 180 Euro. „Die Kostenübernahme bei freilaufenden Katzen ist nicht geklärt“, erklärt Steiner.

Neue Anlagen verbessern die Versorgung

Im Mittelpunkt des Sommerfestes standen auch die neuen Anlagen des Vereins. Besucher konnten unter anderem das im vergangenen Jahr entstandene Igelgehege besichtigen.

Die neu geschaffenen Boxen bieten bessere Möglichkeiten bei der Versorgung von Igeln, die besondere Betreuung benötigen. „Wenn wir die Tiere über den Winter aufpäppeln müssen, brauchen wir eine Unterbringung unter Aufsicht – dafür sind die Boxen da“, erklärt Steiner. Die neue Lösung erleichtert zudem die tägliche Arbeit: „Es ist einfacher, die draußen sauber zu machen.“

Auch das neue Außengehege für Katzen konnte beim Sommerfest besichtigt werden. Dort können künftig etwa fünf bis sechs Tiere gleichzeitig untergebracht werden. „Dann ist hier Schicht“, sagt Steiner.

Ehrenamtliche Arbeit sichert den Tierschutz

Die Arbeit des Tierschutzvereins Halver-Schalksmühle wird ausschließlich durch Spenden und ehrenamtliches Engagement getragen. Seit dem 4. Januar 2009 engagiert Steiner sich im Verein und weiß, wie viel Arbeit hinter der täglichen Versorgung der Tiere steckt. „Es ist ein enormer Arbeitsaufwand“, betont die Vorsitzende. Rund 30 Ehrenamtliche unterstützen den Verein regelmäßig bei der Betreuung der Tiere und den zahlreichen Aufgaben rund um das Gelände.