Über die zukünftigen Partnerschaften in der Region tauschten sich Mitglieder der Regionalbeiräte der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) aus dem Märkischen Kreis mit der Leitung der Fachhochschule Südwestfalen aus. Gastgeber waren Rektor Prof. Alexander Prange und Prorektor Prof. Andreas Nevoigt.
Nach der Begrüßung durch SIHK-Vizepräsident Herrmann Josef Schulte skizzierte Prange die aktuelle Lage der Hochschule mit ihren fünf Standorten. Die FH Südwestfalen befinde sich – wie viele Hochschulen – in einem umfassenden Transformationsprozess. In den kommenden fünf bis zehn Jahren gelte es, tragfähige Antworten auf mehrere Entwicklungen zu finden: Mittelkürzungen des Landes Nordrhein-Westfalen im Grundhaushalt von zwei Millionen Euro ebenso wie ein Rückgang der Studierendenzahlen auf aktuell rund 10.000.
Trotz dieser Herausforderungen bleibt das Ziel klar: Die Hochschule will ihre Kernkompetenzen in den technisch-naturwissenschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Disziplinen langfristig stärken und die Präsenz in der Region zukunftsfähig sichern. „Wir wollen unsere Stärken weiter ausbauen und zugleich neue Wege gehen, um attraktiv für Studierende und Unternehmen zu bleiben“, machte Prange deutlich.
Aus Sicht der Wirtschaft sei die Bedeutung der Fachhochschule für den Märkischen Kreis unterstrichen worden. Gerade die Standorte in Iserlohn und Hagen seien für viele Unternehmen der Region ein unverzichtbarer Partner: als Ausbildungs-stätte für dringend benötigte Fach- und Führungskräfte sowie als Innovationsmotor durch ihre Labore und Forschungskooperationen.
Auch die enge Zusammenarbeit bei der Entwicklung neuer Bildungsangebote wurde hervorgehoben. SIHK-Hauptgeschäftsführer Ralf Geruschkat verwies auf erfolgreiche gemeinsame Initiativen. Ein aktuelles Beispiel stellte SIHK-Bildungsexperte Thomas Haensel vor: die gemeinsam mit der FH SWF und weiteren Partnern entwickelte Zusatzqualifikation „Erneuerbare Energien & Wasserstoff“. Das Programm startet noch in diesem Jahr mit jungen Fachkräften aus neun Unternehmen der Region.
Zum Abschluss herrschte nach Angaben der SIHK Einigkeit: Der Dialog zwischen Hochschule und Wirtschaft soll weiter fortgesetzt und vertieft werden. Angesprochen wurden unter anderem weitere Treffen sowie neue Formate des Austauschs – insbesondere mit Blick auf junge Menschen, die für Studium, Ausbildung und Karriere in der Region begeistert werden sollen.










