IHK NRW-Präsident Ralf Stoffels, zugleich auch Präsident der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK), äußerte sich zur am Donnerstag, 23. Juni, ausgerufenen Alarmstufe des Notfallplans Gas. „Mit dem Ausrufen der Alarmstufe spitzt sich die Lage in den Unternehmen zu. Zwar ist die Versorgung mit Gas kurzfristig noch gesichert, dennoch sind die Unternehmen über alle Branchen hinweg in aller höchster Sorge“, so Stoffels in seiner Stellungnahme.
Bereits heute gefährdeten die gestiegenen Energiepreise nicht nur beim Gas die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Nordrhein-Westfalen, meint der Präsident. Daher sei es nun richtig, seitens der Politik alle Hebel in Bewegung zu setzen, damit die Energieversorgung gesichert ist. Hier käme auch auf die neue Landesregierung in NRW viel Arbeit zu, meint Stoffels.
„Wichtig ist, dass der Bund die Preisanpassungsklausel aktuell nicht aktiviert hat. Mit einem weiteren sprunghaften Preisanstieg ständen sonst viele energieintensive Unternehmen in NRW vor dem Aus. Bei den unvermeidbaren Kostenbelastungen ist nun vielmehr ein fairer Ausgleich zwischen Gasversorgern und Gaskunden zu schaffen.“
Stoffels weiter: „Absehbar wird sich die Situation nicht entspannen. Daher müssen Private, Staat und Unternehmen gemeinsam alles tun, um für den Winter Gas einzusparen. Die Pläne der Bundesregierung, Gaseinsparungen in der Industrie zu belohnen, sind richtig. Insbesondere in der Industrie haben viele Unternehmen in NRW bereits erhebliche Maßnahmen ergriffen, um Gas einzusparen. Daher sollte den Unternehmen nun zusätzlich erlaubt werden, kurzfristig von Gas auf Heizöl oder Kohle umzusteigen. Auch sollten die staatlichen Notfallzahlungen kurzfristig auf gasintensive Betriebe ausgeweitet werden.“








