Überwiegend positiv gestimmt zeigte sich Ralf Stoffels, Präsident der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK), nach dem Spitzentreffen „A 45 – Talbrücke Rahmede“ am Mittwoch, 26. Juli, im Lüdenscheider Rathaus. „Mit den Terminen Mitte 2026 zur Freigabe des ersten Teils der Talbrücke Rahmede und nun auch Ende des 3. Quartals 2027 für die Fertigstellung der Brücke liegen wichtige Eckdaten für einen verbindlichen Zeitplan vor, den wir immer gefordert haben“, sagt der SIHK-Präsident. Damit könne – wenn auch zunächst noch eingeschränkt – ab Mitte 2026 wieder Verkehr in beide Richtungen fließen.
Dabei hob er besonders die detailreiche Präsentation von Vertretern der erfolgreichen Bietergemeinschaft HABAU/MCE/Bickhardt Bau hervor. An diese und die Autobahn GmbH richtete Stoffels aber sogleich die Bitte, für die Bauphase ab Mitte Oktober für ein Maximum an Transparenz und Information zu sorgen und eine enge Kommunikation in die Region zu gewährleisten.
Ein Thema trübte den Blick in die Zukunft dennoch: Der Vertreter des Bundesverkehrsministeriums wies auf die Gesetzeslage hin, nach der der Bund nur zuständig dafür ist, Schäden an den offiziellen Ausweichrouten zu beseitigen. „Hier muss es dringend eine Sonderregelung geben,“ forderte Ralf Stoffels. „Die Region, das Land und die Kommunen brauchen mehr Personal und mehr Geld zur Beseitigung der massiven Schäden im weiteren Straßennetz, die die Ausweichverkehre verursachen, da diese Straßen nicht für die aktuelle Belastung ausgelegt sind.“ Da dürfe sich der Bund nicht mit dem Hinweis auf die Rechtslage zurückziehen. Denn: „Schließlich hat der Bund auch dem bundesweit einmaligen Lkw-Durchfahrtsverbot auf einer offiziellen Ausweichroute zugestimmt und trägt somit auch Verantwortung für die Schäden an kommunalen und Landesstraßen, denn alternative Bundesstraßen stehen in unserer Region nicht zur Verfügung“, so Stoffels.









