Die Handballer der SGSH Dragons treffen am Samstag, 21. Februar, auswärts auf die TSG Münster. Gegen den fünftplatzierten Aufsteiger wollen die Sauerländer den vorangegangenen Heimsieg über Rodgau vergolden.

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Nach der kurzen Ligapause und mit dem Rückenwind des 35:31-Erfolgs über Rodgau wartet auf die SGSH Dragons am Samstagabend (19:30 Uhr, Sporthalle Eichendorffschule) ein weiterer richtungsweisender Härtetest. Mit der TSG Münster wartet ein starker Aufsteiger und der aktuelle Tabellenfünfte – und eine Sieben, die der SGSH bereits im Hinspiel am Löh schmerzhaft die Grenzen aufgezeigt hatte. Das 23:29 aus dem Herbst war nicht nur eine klare Niederlage, sondern fiel in eine Phase, in der noch nicht abzusehen war, wie tief sich die Dragons im weiteren Saisonverlauf in den Tabellenkeller graben würden. Bemerkenswert: Es war eines der ganz wenigen Spiele, in denen die SGSH weniger als 30 Gegentore kassierte – aber eben auch eines der wenigen, in denen selbst die 30-Tore-Marke in der Offensive verfehlt wurde. Tatsächlich war es die torärmste Partie der Dragons in der laufenden Saison.

Seitdem hat sich auf allen Vereinsebenen viel getan. Das neue Trainer-Trio Ace Jonovski, Sascha Simec und Bogdan Criciotoiu hat die Pause intensiv genutzt, um an Strukturen, Stabilität und Selbstvertrauen zu arbeiten. Gemeinsam mit dem anderen Trio, den drei Jaeger-Brüdern, soll die bislang magere Ausbeute einer verkorksten Saison im Endspurt verdoppelt werden. Das Ziel ist klar: ein offenes Saisonfinale erzwingen. Dafür braucht es Siege. Viele Siege. Bis Ostern warten vier Schlüsselspiele, die allesamt gewonnen werden müssen, wenn der Klassenerhalt realistisch bleiben soll. Am 28. Februar kommt Aufsteiger Ratingen ins Sauerland, ein direkter Konkurrent im Kampf um Platz 13. Am 7. März geht es zum HLZ Friesenheim-Hochdorf II, dem aktuellen Tabellen-13. Danach folgen die Duelle mit dem Vorletzten Haßloch (14. März) und dem Schlusslicht Homburg (28. März). Vier Partien, in denen die SGSH – hoffentlich wieder mit Julian Thomas und ab Ende März auch mit Erik Blauuw – sich weder verstecken darf noch braucht. Der aktuellen Lage ungeachtet ist der Favoritenstatus für diese Duelle klar.

Mit Anlauf in die heiße Phase

Doch bevor der Blick auf diese „Vier-Punkte-Wochen“ geht, wartet am Samstagabend ein Münster, das Fehler gnadenlos bestraft und mit viel Tempo, Wucht und Selbstvertrauen auftritt. Für die SGSH wird es darauf ankommen, die defensive Stabilität aus dem Rodgau-Spiel zu konservieren, die technischen Fehler zu minimieren und das eigene Tempospiel konsequent auszuspielen. Gelingt es, Münster früh unter Druck zu setzen und die Halle mitzunehmen, ist eine Überraschung möglich. Und genau diese braucht die SGSH, um die Tür zum Saisonendspurt überhaupt erst aufzustoßen.

Am Samstagabend wird sich zeigen, ob der Sieg gegen Rodgau in die Kategorie Aufflackern oder Aufbäumen gefallen ist.