Am Samstagabend, 25. April, begrüßen die Handballer der SGSH Dragons den TuS Opladen in der heimischen Halle in Halver. Im vorletzten Heimspiel beginnt die Abschiedstour aus der Dritten Liga.
Die bittere 36:38-Niederlage im direkten Duell mit der MT Melsungen II hängt den Dragons weiterhin nach. In einer Partie, in der weit mehr möglich gewesen wäre, ließen die Sauerländer die letzte Chance auf den Klassenerhalt aus eigener Hand ungenutzt und können nunmehr den Rechenschieber aus der Schublade holen. Statt aus eigener Kraft Boden gutzumachen, ist die Mannschaft jetzt auf Schützenhilfe angewiesen – und darauf, selbst fehlerfrei durch die verbleibenden Spiele zu kommen. Auf einer Relegation können sich die Dragons ausgerechnet in dieser Spielzeit nicht ausruhen.
Mit dem TuS Opladen wartet am Samstagabend (Anwurf: 19 Uhr) nun ein Gegner, der bereits im Hinspiel die Schwächen der SGSH für sich zu nutzen wusste. Beim 33:36 sahen die Sauerländer sich - wie so häufig - lange Zeit auf der Siegerstraße, nur um nach der Pause einzubrechen und binnen weniger Minuten zwei Punkte herzuschenken.
Verletzungssorgen mögen 2025/26 ein großes Damoklesschwert über der SGSH gewesen sein - doch lügt die Tabelle selten. Die individuelle Qualität müsste die Dragons weit jenseits des Strichs einordnen; für die wenigen Auftritte aber, bei denen die nötigen Attribute ausreichend lange auf die Platte gebracht werden konnten, reicht es dann eben nicht zu mehr. Die Kaderplanung für die laufende Spielzeit tat ihr Übriges.
Fortuna allein genügt nicht
Dass die Dragons auch überraschen können, haben sie im Saisonverlauf auf die eine wie die andere Weise gezeigt. Daran gilt es anzuknüpfen, wenn die theoretische Chance auf den Ligaverbleib gewahrt bleiben soll. Allen Beteiligten dürfte dabei bewusst sein, dass Fortuna allein nicht mehr ausreichen wird. Die Gier auf den Ball und Tore muss allgegenwärtig sein - und wenn es am Ende nur dazu dient, dem Publikum auf der letzten Rille etwas zurückzugeben und dem eigenen Sportsgeist gerecht zu werden. Dass im Schlussakkord auch noch der Tabellenzweite aus Gelnhausen wartet, macht die Geschichte zwar ungleich leichter. Eine Niederlage dort würde den Kohl nicht mehr fett machen, das Duell bietet aber die Chance, auf der sehr wahrscheinlichen Abschiedstour aus der Dritten Liga zu zeigen, dass die Sauerland-Sieben bestehen kann.
Parallel zum sportlichen Endspurt laufen im Hintergrund bereits die Planungen für die kommende Saison. Angesichts der tabellarischen Situation beschäftigen sich die Verantwortlichen intensiv mit der - gar nicht so unattraktiven - Regionalliga. Der Kader ist dabei grundsätzlich so aufgestellt, dass viele Spieler ligaübergreifende Verträge besitzen. Gleichzeitig gibt es Akteure, mit denen die Perspektiven und Optionen nach der Saison nochmal neu bewertet werden sollen.











