Die Haushaltslage ist angespannt, die Volmegemeinde muss sparen. Daher wird das Projekt nun umgeplant. Zu Wort kommen sollen dabei alle Beteiligten und Bürger – diese kamen am Dienstag, 21. April, zahlreich in die ehemalige Kreuzkirche.

Erklärtes Ziel des Workshops war es, die Mindestanforderungen an das Projekt 8Giebel zu definieren. Erschienen waren rund 50 Gäste, darunter Vertreter aus Politik, des Vereins "8Giebel friends & more", der Volkshochschule und einige Anwohner. Projektleiterin Silke Scharpe, die als Moderatorin durch den Abend führte, bedankte sich ür die Wünsche, Ideen und Anregungen, die nun in die weitere Planung einfließen sollen – und von denen gab es einige.

So äußerte Markus Trienke, Vorsitzender des Vereins "8Giebel friends & more", ein konkretes Anliegen: "Wir als Verein wünschen uns eine moderne, den technischen und hygienischen Standards entsprechende Küche, um Snacks, Fingerfood und auch mal Suppen zubereiten zu können." Fachbereichsleiterin Anja Wolf versprach, dass eine solche Küche dem Verein in Zukunft zur Verfügung stehen wird. "Wenn auch keine Profiküche, jedoch würden wir bei größeren Veranstaltungen warmes Essen ohnehin anliefern lassen." Außerdem, so Trienke, wünscht sich der Verein einen Snack- und Getränkeautomaten.

Als es um das Thema "Aufenthaltsqualität" ging, erklärte Uwe Baumann von der Theaterwerkstatt: "Die Künstlergarderoben sind im Großen und Ganzen in Ordnung, jedoch, je nach Menge der Darsteller, etwas eng." Und äußerte noch ein Anliegen: "Wir als Gruppe würden uns einen zentralen Aufenthaltsort, zum Beispiel im Stil einer kleinen Lounge, wünschen."

Einigkeit herrschte darüber, dass die ehemalige Kreuzkirche barrierefrei werden soll: "eine neue Toilettenanlage ist deshalb dringend erforderlich", machte Projektleiterin Silke Scharpe deutlich. Aber auch noch weitere Barrieren sollen abgebaut werden, wenn es nach dem Verein "8Giebel friends & more" geht - so besteht auf dessen Seite der Wunsch nach einem festen Abstellplatz für Rollatoren und eine klarere Beschilderung.

Zahlreiche Interessierte nahmen an dem Workshop im 8Giebel teil.
Foto: Herold

Parkprobleme rund um die ehemalige Kreuzkirche

Auch im Rahmen des Workshops wurde einmal mehr die Thematik der Parksituation rund um den Kulturort diskutiert. Eine Anwohnerin kritisierte, dass sie an Veranstaltungstagen vor ihrer Haustür regelmäßig kaum einen Parkplatz finde. Außerdem würden die Besucher oftmals die Kurve in Richtung Primusschule zuparken, sodass der Linienbus dort nicht mehr durchkomme. Uwe Lal vom Verein "8Giebel friends & more" merkte an, dass eine klare Markierung der Parkplätze vor der Kirche schon erste Abhilfe schaffen könne. Und versprach weiter: "Die Schaffung neuer Parkplätze ist bei der Planung fest vorgesehen. Da wird sich langfristig eine Lösung finden lassen."

"Kultur kostet, aber nicht in sie zu investieren, kostet mehr"

Kämmerer Jonas Drouvé stellte vor der offenen Diskussion in einer Präsentation noch einmal die von der Verwaltung entworfenen vier Varianten vor. Diese reichen von der ursprünglich geplanten Umsetzung über die Planung ohne Integration der Musikschule bis hin zu einem kompletten Baustopp.

Von der Verwaltung empfohlen wird der dritte Vorschlag - eine im Vergleich zur ursprünglichen Planung deutlich abgespeckte Variante. Die Planungskosten müssten von der Gemeinde auch bei dieser Version gezahlt werden, die zu investierende Summe würde sich darüber hinaus jedoch halbieren – und sich somit nur noch auf 6,46 Millionen Euro belaufen.

In der Sitzung des Ausschusses für Kultur und Sport am Montag, 13. April, stimmte das Gremium bereits einstimmig für die dritte Variante, weitere Beratungen und die finale Entscheidung des Rates stehen noch aus.

Ergebnisse des Workshops sollen berücksichtigt werden

Die Ergebnisse des Workshops sollen nun in die weitere Planung einfließen. Über das weitere Vorgehen wird im nächsten Ausschuss für Bau und Planung am Montag, 4. Mai, sowie in der Ratssitzung am Montag, 11. Mai, beraten werden.