Die Handballer der SGSH Dragons treffen am Samstagabend, 7. Februar, im zweiten Heimspiel in Serie auf die HSG Rodgau Nieder-Roden. Drei neue Männer an der Seitenlinie sollen die entscheidenden neuen Impulse im Abstiegskampf setzen.
Die SGSH Dragons steuern nach einer weiteren unruhigen Woche auf den nächsten unruhigen Spieltag zu. Wenn am Samstagabend mit der HSG Rodgau Nieder-Roden ein Topteam der 3. Liga nach Halver kommt, gehen die Sauerländer nach einer turbulenten Woche mit völlig neuer Konstellation auf der Bank in dieses Duell: Der Verein hat nach der 35:42‑Niederlage gegen Longerich für einen Paukenschlag gesorgt und Trainer Lars Faßbender trotz erst kürzlich erfolgter Vertragsverlängerung freigestellt. Ob dieser Schritt die erhoffte Initialzündung bringt oder als reiner Aktionismus verpufft, wird sich zeigen. Rein auf die Ergebnisse reduziert ist der Schritt logisch nachzuvollziehen, das große Ganze betrachtet bleibt indes mehr als ein Geschmäckle.
Bis auf Weiteres übernimmt ein Trio die Verantwortung des kriselnden Drittligisten: Co‑Trainer Sascha Simec, Zweitmannschaftscoach Ace Jonovski und dessen Assistent Bogdan Criciotoiu sollen die Mannschaft stabilisieren, neue Impulse setzen und die Vorbereitung auf das schwere Heimspiel gestalten. Viel Zeit bleibt ihnen für diese schwere Aufgabe nicht. Die Dragons stehen mit sieben Punkten Rückstand auf das rettende Ufer unter massivem Druck, zudem stellt die SGSH mit satten 641 Gegentoren nach 19 Spielen die anfälligste Defensive der Liga. Das Hinspiel ging mit 29:38 klar verloren, und auch am kommenden Wochenende reist das viertplatzierte Rodgau als hoher Favorit an: Eingespielt, abgezockt und mit hoher Wurfqualität.
Voss-Abschied nach der Saison durch vertragliche Option – dritter Jaeger-Bruder ab sofort Teil der Dragons
Auch personell gab es in Schalksmühle/Halver einige Bewegung vor der Begegnung: Der Rechtsaußen Fynn Voss hat eine vertragliche Option gezogen und wird den Verein nach der Saison verlassen. Gleichzeitig können die Dragons einen Neuzugang präsentieren: Linksaußen Max Jaeger kommt mit sofortiger Wirkung vom Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen und unterschreibt einen ligaunabhängigen Vertrag bis 2028. Er ist bereits der dritte Jaeger-Bruder im SGSH‑Trikot nach Felix und Philipp.
Noch brennt Licht im Keller, für die Dragons geht es bei aller Familiarität am Samstag allerdings um weit mehr als zwei Punkte. Die Mannschaft muss sich defensiv endlich raffen und stabiler auftreten, die vielen einfachen technischen Fehler minimieren und die Halle emotional wieder auf ihre Seite ziehen. Nicht nur die Fans werden genau beobachten, wie das Team auf die Trainerentscheidung reagiert und ob der Wechsel an der Seitenlinie tatsächlich neue Energie freisetzt. Gegen ein Topteam wie Rodgau braucht es neben dem berühmten Funken eine geschlossene Leistung, Mut und Widerstandskraft, um für den Turnaround außerplanmäßig zu punkten.
Der Anwurf in der Sporthalle Mühlenstraße ist um 19 Uhr.








