Am kommenden Sonntag, 11. Januar, begehen die Handballer des Drittligisten SGSH Dragons das Spieljahr 2026 auswärts bei der HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II. Beim Tabellensechsten beginnt das erste von 15 Endspielen.

Exemplarisch für den zweiten Neunfang binnen einer Hinserie stand das Abwaschen der Last aus dem Vorjahr, die im Sauerland am 3. Januar traditionell im Eisbad erfolgte. Ohne Umschweif ging es hernach in die Halle, um sich intensiv auf die Mammutaufgabe Klassenerhalt vorzubereiten. „Wir haben die Tage vor dem Auftakt richtig Gas gegeben, unser Fokus lag dabei weiterhin auf der Defensive. Dass die unsere Achillesferse ist, lässt sich unschwer an den Ergebnissen und Statistiken erkennen“, so SGSH-Coach Lars Faßbender. Der Laden muss endlich geschlossen werden - anderenfalls drohen die Lichter bei bereits fünf Punkten Rückstand auf das rettende Ufer relativ früh auszugehen.

„Wir haben uns geschärft und verinnerlicht, dass wir in einer beschissenen Situation stecken“, nimmt der Übungsleiter kein Blatt vor den Mund. „Wir stehen tief untendrin und tragen selbst die Verantwortung dafür. Gleichwohl bedeutet der Start in die Rückrunde einen Neuanfang, der neue Energie entfachen soll. Wir starten bei Null und wollen das Feld von hinten aufrollen". Dass dafür zwingend Punkte erforderlich sind, weiß auch der Trainer allzu gut: „Wir brauchen die Erfolgserlebnisse, um aus dem Strudel zu entkommen. Dabei reicht es aber nicht, nur gut zu spielen und sich das Lob abzuholen. Es zählen nur noch Punkte.“

Mögliche Verstärkung „von oben“ droht

Personell ergab sich in den letzten Wochen in beide Richtungen nur wenig: Es gibt keine weiteren Ausfälle zu beklagen und die, die länger raus waren, werden auch das Spiel am Sonntag verpassen. Vor allem an Spielmachern mangelt es den Dragons damit auch Anfang Januar, wenn gleich die Rückkehr von Erik Blaauw und Lukas Pacek nicht mehr lange auf sich warten lassen wird. Alfred Klinkby-Knudsen hatte noch vor dem Jahreswechsel etwas überraschend sein Comeback gegeben.

Auf Seiten der Gastgeber könnte es für das Match am Sonntag Verstärkung geben,weil die Handball-Bundesliga an diesem Wochenende pausiert. Ob die Wetzlarer Zweitvertretung davon profitiert oder nicht, spielt für Faßbender allerdings maximal eine untergeordnete Rolle: „Auf uns wartet direkt zu Beginn eine schwere Aufgabe. Die Jungs sind eingespielt und alle auf einem ähnlichen Niveau, der Kader ist in der Breite sehr gut aufgestellt - und wir eingestellt.“

Anwurf in der Sporthalle Dutenhofen ist um 17 Uhr.