Betrüger setzen ihre Opfer am Telefon gezielt unter Druck. In Lüdenscheid haben Unbekannte mit dieser Masche erneut Erfolg gehabt.

Eine 83-jährige Lüdenscheiderin ist am Mittwoch, 24. Juni, auf einen sogenannten Schockanruf hereingefallen. Sie übergab Betrügern eine hohe Geldsumme und ihren Schmuck. Gegen 15 Uhr hatte eine Frau bei der Seniorin angerufen und behauptet, deren Enkelin habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Nur durch die Zahlung eines hohen Geldbetrags könne ein Gefängnisaufenthalt verhindert werden. Die Lüdenscheiderin wurde aufgefordert, während des laufenden Telefongesprächs zu ihrer Bank zu gehen und ihr Konto zu leeren.

Abholerin nimmt Umschlag entgegen

Anschließend sollte die Seniorin das Geld zusammen mit ihrem Schmuck in einen Briefumschlag legen. Gegen 17 Uhr erschien eine Abholerin und nahm die angebliche Kaution entgegen. Erst danach wandte sich die 83-Jährige an ihre Tochter.

Die Polizei weist darauf hin, dass es solche Kautionszahlungen in Deutschland nicht gibt. Sie rät Betroffenen, bei entsprechenden Anrufen sofort aufzulegen. Wer sichergehen möchte, sollte nach dem Auflegen kurz warten und anschließend selbst die 110 wählen.

Weitere Betrugsanrufe in Lüdenscheid

Bereits am Dienstag hatte es in Lüdenscheid erneut mehrere Anrufe falscher Polizeibeamter gegeben. Unbekannte gaben sich am Telefon als Polizisten aus und berichteten von Einbrüchen oder einer festgenommenen Einbrecherbande. Anschließend fragten sie nach Wertsachen im Haus.

Kettensäge aus Keller gestohlen

Außerdem sind Unbekannte zwischen Sonntag, 21. Juni, und Mittwochmorgen, 24. Juni, in einen Keller an der Straße Zum Brauberg eingebrochen. Sie stahlen eine Kettensäge.