Die Handballer der SGSH Dragons gehen am Samstagabend, 9. Mai, in ihr letztes Saisonspiel gegen die Bergischen Panther. Das Ziel: Die Saison sauber zu Ende bringen, vor heimischer Kulisse noch einmal ein starkes Zeichen setzen — und sich womöglich noch nicht endgültig aus der 3. Liga verabschieden.
Mögliche Relegation greifbar
So klar die Lage nach der 33:42-Niederlage bei Vizemeister TV Gelnhausen und dem gleichzeitigen 31:26-Erfolg der Panther über die HSG Rodgau zunächst wirkte, so sehr hat die Insolvenz des OHV Aurich die Situation wieder geöffnet. Sollte sich der Traditionsverein nach dem letzten Spieltag und vor dem Ende der Aufstiegsrunde zurückziehen, könnte es eine Nachspielzeit für die Sauerländer geben: Eine mögliche Relegation der vier Drittletzten — aktuell neben den Dragons die HSG Ostsee N/G, der TV Bissendorf-Holte und die SG Köndringen-Teningen — wäre plötzlich wieder greifbar.
Für die Dragons bedeutet das, dieses letzte Spiel zu weit mehr als einem reinen Pflichttermin zum Saisonabschluss zu machen. Der mögliche Relegationsplatz bleibt unabhängig vom Ausgang des Spiels am Samstagabend bestehen. Vielmehr geht es darum, das triste Kapitel auf einer positiven Note zu beenden und ein wenig Selbstvertrauen zu tanken. Sollte es tatsächlich zur Relegation kommen, kann jede Art von Momentum entscheidend sein.
Aufbruchstimmung vor dem Saisonabschluss
Die Regionalliga mag mit reizvollen Derbys locken, mit Tradition, Rivalität und kurzen Wegen. Doch sportlich, strukturell und perspektivisch gehört ein Klub wie die Dragons über den Strich der 3. Liga. Das soll am Samstag sichtbar werden: Mit Seriosität, Konzentration, Leidenschaft und Willen können die Sauerländer nochmal aufzeigen, dass sie die Qualität besitzen, um in dieser Liga und in dieser Staffel zu bestehen. Und selbst wenn die Saison am Samstag endgültig enden sollte — nach 13 Jahren Drittklassigkeit muss der Anspruch des Vereins sein, mindestens in dieser Liga wieder Fuß zu fassen.
Emotional wird es in der Mühlenstraße in Halver in jedem Fall werden. Ein letztes Heimspiel, ein womöglich letzter Abend in Liga drei und ein Publikum, das die Mannschaft heim- wie auswärts durch eine schwierige Saison getragen hat.
Die Dragons wollen ihren Fans zum Abschluss einen weiteren Heimsieg schenken und ein Statement setzen: Die SGSH ist noch da und wird niemals aufgeben. Noch vor dem Saisonende soll ein Gefühl des Aufbruchs entstehen. Und wenn die Tür zur Relegation tatsächlich noch einmal aufgeht, dann soll die Mannschaft mit breiter Brust hindurchgehen.
Um es mit Hermann Hesse zu sagen: "Jedem Ende wohnt ein Anfang inne" — nach einer Spielzeit mit vielen Schlagzeilen, die sich im Nichtantritt in Düsseldorf zuspitzten, wartet auf die SGSH am Samstagabend um 19 Uhr ein möglicher Auftakt zu einer unerwarteten Verlängerung. Die Dragons müssen für dieses Spiel, für mögliche Zusatzaufgaben und für die Zukunft bereit sein.










