Engegefühl in der Brust, Schmerzen, Luftnot. Das sind die typischen Beschwerden der koronaren Herzkrankheit (KHK), die im Mittelpunkt der diesjährigen Herzwochen steht..
KHK ist eine durch Atherosklerose verursachte Erkrankung der Herzkranzgefäße. Unbehandelt treten Folgeerscheinungen wie Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz und Herzinfarkte auf, bis hin zum plötzlichen Herztod. Im Märkischen Kreis leiden 25.000 Menschen ab 30 Jahren an dieser Volkskrankheit. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der AOK hervor. Zu den Risikofaktoren einer KHK gehören auch Rauchen, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und eine ungesunde Lebensweise. „Ein wichtiges Ziel bei der Versorgung von KHK-Erkrankten ist daher neben Maßnahmen zur Lebensstiländerung auch ein optimales Krankheitsmanagement und eine gut strukturierte medizinische Versorgung“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Dirk Schneider.
Mit zunehmendem Alter steigt die Krankheitshäufigkeit einer KHK deutlich an. Männer sind in allen Altersgruppen bis 90 Jahre stärker betroffen als Frauen. Bereits ab einem Alter von 55 Jahren ist die KHK weit verbreitet. Ihren Höhepunkt erreicht die Krankheit bei den Männern und Frauen gleichermaßen in der Altersgruppe der 80- bis 84-Jährigen. „Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind vor allem durch biologische Faktoren sowie durch unterschiedliche Risikofaktoren wie das Rauchverhalten oder Bluthochdruck bedingt“, sagt Schneider.
Risikofaktoren für eine KHK
Neben genetischer Veranlagung, höherem Alter und männlichem Geschlecht gibt es verschiedene Risikofaktoren, die die Entwicklung der KHK begünstigen. Dazu gehören das Rauchen sowie die verschiedenen Einzelfaktoren des metabolischen Syndroms: Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, starkes Übergewicht und Blutzuckererkrankungen.
Strukturierte Behandlung für ein besseres Krankheitsmanagement
Die Therapie der KHK besteht aus drei wichtigen Säulen: Maßnahmen zur Lebensstiländerung, medizinische Eingriffe zur Wiederherstellung der Durchblutung der Herzkranzgefäße und medikamentöse Therapien. Wichtig bei der KHK ist auch, dass die Patienten im Sinne eines wirksamen Krankheitsmanagements aktiv eingebunden werden, um Schritt für Schritt Lebensstilveränderungen zu realisieren, Medikamente zuverlässig anzuwenden und im Notfall bei möglichen Herzinfarktsymptomen schnell die richtigen Entscheidungen zu treffen.
All dies kann idealerweise im Rahmen des Disease-Management-Programms (DMP) realisiert werden. "Die AOK NordWest engagiert sich seit Jahren für eine bessere und strukturierte medizinische Versorgung ihrer Versicherten mit koronarer Herzkrankheit", heißt es. So ist das DMP ‚AOK-Curaplan‘ für KHK-Patienten seit über 20 Jahren ein fester Bestandteil der Versorgung. „Ziel des DMP ist es, bei den teilnehmenden Patientinnen und Patienten durch regelmäßige ärztliche Behandlungen und die Vereinbarung individueller Therapieziele das Herzinfarkt-Risiko und die Sterblichkeit zu senken und die Lebensqualität zu erhalten“, sagt Schneider.










