Polizei, Kreisverwaltung und kommunale Ordnungsämter bauen ihre Zusammenarbeit bei der Geschwindigkeitsüberwachung aus. Im Mittelpunkt stehen dabei Straßenabschnitte, auf denen sich Unfälle mit schweren Folgen häufen. Grundlage für die neuen Maßnahmen bildet eine gemeinsame Auswertung der aktuellen Verkehrsunfallstatistik.
Zusammenarbeit wird enger verzahnt
Auf Einladung der Leiterin der Bußgeldstelle des Märkischen Kreises, Janine Mattka, kam in dieser Woche das „Netzwerk Geschwindigkeit“ zu einer Tagung zusammen. Vertreter der Ordnungsämter, der Kreisverwaltung und der Polizei analysierten dabei auf Grundlage der aktuellen Verkehrsunfallstatistik gezielt Streckenabschnitte mit erhöhtem Unfallaufkommen. Im Fokus standen insbesondere Bereiche, in denen überhöhte Geschwindigkeit eine wesentliche Unfallursache darstellt.
„Unser Ziel ist es, die Zusammenarbeit im Netzwerk weiter zu intensivieren und Maßnahmen noch gezielter aufeinander abzustimmen. Im Mittelpunkt steht für uns die Verkehrssicherheit aller. Jeder abgestimmte Schritt trägt dazu bei, dass sich alle Verkehrsteilnehmer, darunter auch Kinder und Jugendliche, auf unseren Straßen sicher fühlen“, betonte Janine Mattka.
Deutlicher Anstieg schwerer Unfälle
Nach Angaben der Polizei nahm die Zahl der Verkehrsunfälle mit der Hauptursache Geschwindigkeit und schweren Folgen im Jahr 2025 deutlich zu. Im Vergleich zum Vorjahr registrierten die Behörden einen Anstieg um 16,5 Prozent.
Die Verantwortlichen werten diese Entwicklung als klares Signal für zusätzlichen Handlungsbedarf: „Unsere Maßnahmen sind keine pauschalen Kontrollen, sondern gezielt dort angesetzt, wo Menschen konkret gefährdet sind. Es geht darum, Verhalten nachhaltig zu verändern und Leben zu schützen“, so Guido Bloch, Leiter der Direktion Verkehr der Kreispolizeibehörde
Diese Strecken stehen im Fokus
Im weiteren Verlauf stellte der Leiter des Verkehrsdienstes der Polizei, Alexander Fall, die detaillierte Unfallentwicklung auf den identifizierten Strecken vor. Aktuell wurden kreisweit Streckenabschnitte identifiziert, auf denen überhöhte Geschwindigkeit wiederholt zu Unfällen geführt hat.
Dazu zählen unter anderem:
- die B54 zwischen Schalksmühle-Dahlerbrück und Kierspe
- die L655 („Höhenweg“) in Werdohl
- die L707 zwischen Herscheid-Reblin und Meinerzhagen bis zur L 709
- die B515 („Hönnetal“) zwischen Balve und Menden
- die B229 in Lüdenscheid
- die L528 zwischen Halver und der Kreisgrenze
Zusätzlich legten die Behörden neue Überwachungsschwerpunkte fest:
- die L680 („Bräukerweg“) in Menden
- die B233 („Seilerseestraße“) in Iserlohn
- die K11 zwischen Balve-Langenholthausen und Garbeck
- die L842 von Neuenrade über Affeln bis Birnbaum
- die L561 an der Versetalsperre bei Lüdenscheid und Herscheid
Mehr Kontrollen angekündigt
„Polizei und Ordnungsbehörden werden auf diesen Strecken künftig verstärkt und koordiniert Geschwindigkeitskontrollen durchführen“, kündigen die Kreisverwaltung und Kreispolizeibehörde an. Gemeinsames Ziel bleibe es, die Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis nachhaltig zu erhöhen und insbesondere Verkehrsunfälle mit schweren Folgen zu reduzieren.










