Die Iserlohn Roosters haben das Finale des Sachsenlotto-Cups in Dresden gegen den tschechischen Vertreter Bili Tygri Liberec knapp mit 1:2 verloren.
Die Sauerländer, für die Keeper Andreas Jenike wieder zwischen die Pfosten gerückt war, zeigten eine gute Partie. Der Turniersieg des tschechischen Vertreters in der Champions Hockey League, der sich im Halbfinale nach einem 0:2-Rückstand noch mit 5:2 gegen die gastgebenden Eislöwen Dresden durchgesetzt hatte, geht aber völlig in Ordnung. Die Roosters hatten sich durch den knappen 1:0-Erfolg vom Freitag gegen die Grizzlys Wolfsburg ins Finale gespielt.
Liberec startet selbstbewusst
In der vergangenen Saison erreichte Liberec in der Hauptrunde den dritten Platz und qualifizierte sich so für die diesjährige Champions Hockey League, in den Playoffs war dann im Viertelfinale Endstation. Wie viele tschechische Teams baut auch Liberec auf einen großen Stamm hochkarätiger einheimischer Spieler, Verteidiger Tomas Galvas beispielsweise wurde im diesjährigen NHL-Draft in der zweiten Runde von den Pittsburgh Penguins gepickt. Entsprechend selbstbewusst und stark starteten die Tschechen in die Partie. Aber die Sauerländer hielten gut dagegen und hatten ihrerseits einige Torchancen. Zählbares sprang allerdings für keines der beiden Teams heraus. So ging es mit dem torlosen Unentschieden in die erste Drittelpause.
Führung durch Pytlik
In den zweiten Durchgang startete der Chanpions-League-Teilnehmer besser. In der 22. Minute ging Liberec durch Jaromir Pytlik in Führung. Trotzdem spielte im weiteren Spielverlauf vornehmlich Liberec, die Tschechen waren stets gedanklich und auch in den Zweikämpfen einen kleinen Schritt schneller und stifteten so immer wieder Unruhe vor Jenikes Kasten. Nach exakt einer solchen Situation zappelte die Scheibe dann das zweite Mal hinter Jenikes Kasten im Netz: Martin Fasko-Rudas staubte in der 32. Spielminute ab. So ging es ins Schlussdrittel.
Ehrentreffer durch Napapravnik
Die Roosters machten zu Beginn des letzten Drittels deutlich, dass sie noch nicht geschlagen waren. Gleich mit ihrer ersten Offensivaktion machten die Sauerländer ordentlich Druck und hatten Erfolg. Julian Napravnik gelang in der 42. Spielminute der 1:2-Anschlusstreffer. Das Team von Headcoach Stefan Nyman wollte den Ausgleich. Aber Tyler Boland traf zwei Minuten nach dem Anschlusstreffer nur den Pfosten. Eineinhalb Minuten vor der Schlusssirene ging Keeper Andreas Jenike zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Genutzt hat es nichts mehr.








