Fette Beats. Wilde Performance. Party pur. Das ist das Motto von Knallblech. Mittlerweile füllt die Brassband große Konzert-Locations wie das Kölner „Palladium“. Irgendwie wirken die Musiker aber immer noch wie die Jungs von nebenan. Vor ihrem Bautz-Auftritt nahmen sie sich am Freitag Zeit für ein Meet & Greet im digitalen TUMO-Lernzentrum.

Das ging selbstverständlich nicht ohne Musik. „Sollen wir es knallen lassen?“ fragten die Partyexperten und schon schallten fetzige Klänge durch die Räume an der Altenaer Straße. Zuvor erlebten die Gäste im Lernzentrum die Premiere der ersten Knallblech-Single „Heal“. Sie waren beeindruckt.

Seit zehn Jahren sind die Bläser aktiv. Warum hat es so lange gedauert, bis sie ihre erste Single herausgebracht haben? „Wir hatten immer irgendetwas anderes zu tun“, bekannten sie in der lockeren Gesprächsrunde. „Die Idee hatten wir aber schon lange.“ Neben ihrer Musik pflegen sie Hobbys wie du und ich. „Einer von uns schwimmt gerne, der andere geht wandern.“, berichteten die Knallblecher. Sogar ein Fußballtrainer gehört zur Band.

Start als Schülerband

Gestartet sind sie als Schülerband in Bonn. „Wir hatten einen sehr engagierten Musiklehrer.“ Alles andere ergab sich mit der Zeit wie von selbst. Ob eigene Kompositionen oder Coverversionen bekannter Hits – alles klingt nach typisch Knallblech, einem Sound, den die Band als „Brassband meets DJ“ beschreibt.

Was ist das Wichtigste für Nachwuchsmusiker, die sich weiterentwickeln möchten? fragte eine der Besucherinnen. „Viel mit anderen zusammenspielen, sich Tricks abschauen und nie das Instrument aus der Hand legen“, lautet das Knallblech-Rezept. Wertvoll seien auch gute Musiklehrer. „Aber die sind selten.“

Mittlerweile ist die Band, nach einigen Wechseln, gut eingespielt. Für das Bautz-Festival hat sie ihren Auftritt am Vorabend noch einmal durchgespielt. Geprobt wird auch zwischen den Konzerten. Allerdings nicht jeden Tag.

Wie schwierig es sein kann, gemeinsam gut klingende Musik zu machen, erfuhren die jungen TUMO-Besucher, die am frühen Nachmittag an einer Session mit Marcus Kesselbauer teilgenommen hatten. Der Saxophonist und Bassklarinettist arbeitet als Leiter für die TUMO-Workshops im Bereich Pop-Musik. Bis zum Eintreffen von Knallblech schaffte es die bunt zusammengewürfelte Truppe mit E-Gitarre, akustischen Gitarren, Bass, Klavier und Schlagzeug, die Grundstruktur eines Songs einzuspielen. So ähnlich dürfte Knallblech zur zehn Jahren auch angefangen haben.