Für DEG-Chefcoach Thomas Dolak war es eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Er lernte in jungen Jahren am Seilersee das Eishockeyspielen im Nachwuchs des damaligen ECD Iserlohn. Im Profi-Team der Sauerländer spielte Vater Thomas Dolak senior. Die Landeshauptstädter gewannen die letzten fünf Begegnungen gegen die Iserlohner – drei in der laufenden Saison. Die Roosters waren stets ein Lieblingsgegner der DEG. Von 95 Spielen gegeneinander gewann Düsseldorf 63.
Die Gastgeber erwischten einen Blitzstart. Balasz Sebök konnte in der 2. Spielminute ein Zuspiel von Sven Ziegler zur frühen Führung für die Roosters nutzen. Die Antwort der DEG ließ nicht lange auf sich warten. Victor Svensson ließ Andreas Jenike im Roosters-Gehäuse keine Chance und traf in der 4. Spielminute zum 1:1-Ausgleich. Die Zuschauer sahen ein gutes Spiel beider Teams. In der 13. Spielminute gingen die Gäste 2:1 in Führung. Adam Payerl traf für die DEG im Nachschuss. Nach dem turbulenten Beginn beruhigte sich die Partie etwas. Düsseldorf rettete die knappe Führung in die erste Drittelpause.
Iserlohn im zweiten Drittel klar besser
Der zweite Durchgang begann mit der dritten Überzahl für die Hausherren. Auch die blieb ohne Erfolg. Bei einer weiteren Überzahl, ihrer vierten, scheiterten die Roosters immer wieder am guten DEG-Keeper Henrik Haukeland, immerhin DEL-Torhüter des Jahres in der letzten Saison. Die Waldstädter spielten sich immer stärker in den Vordergrund. In der 34. Minute war aber auch der gute Haukeland machtlos. Roosters-Verteidiger Colin Ugbekile nutzte eine weitere Überzahl zum 2:2. Josef Eham musste zuvor wegen eines Foulspiels an Roosters-Torschützens Balasz Sebök gleich vier Minuten in die Kühlbox. Sebök musste kurz zur Behandlung verletzt in die Kabine. Erst jetzt wurden die Gäste wieder aktiver. Der zweite Durchgang ging klar an die Roosters.
10 Sekunden (!) nach Wiederbeginn hatte Taro Jentzsch die Großchance zur erneuten Roosters-Führung. Er lief allein auf Haukeland zur, doch der konnte einmal mehr abwehren. Die Gäste wurden jetzt wieder aktiver. Das zahlte sich aus. Ausgerechnet der Ex-Iserlohner Alexander Blank schoss die DEG in der 45. Minute wieder mit 3:2 in Front. Die Hausherren intensivierten gegen Ende des Spiels zwangsläufig noch einmal ihre Angriffe. Gut zwei Minuten vor dem Ende nahm Roosters-Coach Doug Shedden Keeper Andreas Jenike zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Das hatte Folgen. Kevin Clark traf 65 Sekunden vor der Schlusssirene zum 4:2-Endstand für die DEG ins leere Iserlohner Tor. Die gute Nachricht für die Roosters: Konkurrent Augsburg verlor mit 5:2 bei den Schwenninger Wild Wings. Somit bleibt es beim drei Punkte Rückstand auf Augsburg und den rettenden 13. Tabellenplatz.








