Die Iserlohn Roosters verlieren bei den favorisierten Fishtown Pinguins Bremerhaven mit 2:3 nach Penaltyschießen. Die Sauerländer mussten am Sonntag, 4. Januar, krankheitsbedingt auf wichtige Akteure verzichten. Umso wichtiger ist der erzielte Punktgewinn im Auswärtsspiel beim Tabellensechsten, zumal Tabellennachbar Frankfurt sein Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings mit 1:2 verloren hat.

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Die beiden ersten Saisonspiele gegen die Nordlichter hatten die Roosters verloren – 1:5 am Seilersee und 1:2 in Bremerhaven. Ins neue Jahr waren beide Teams mit Siegen gestartet. Die Roosters bezwangen daheim die Nürnberg Ice Tigers und Bremerhaven überraschte mit einem Erfolg in Ingolstadt. Die direkte Bilanz sprach mit vier Siegen aus fünf Spielen auch eindeutig für Fishtown. Verzichten mussten die Gäste krankheitsbedingt auf ihren Top-Torjäger Daniel Fischbuch, auf Eric Cornel und Johannes Huss. Dafür rückten Manuel Alberg, Jakub Borzecki und Macoy Erkamps wieder in die Mannschaft.

Das Roosters-Trainerteam Stefan Nyman (links) und Tony Zabel musste auf drei erkrankte Stammkräfte verzichten.
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Ausgleich durch Törnqvist

Die ersten Tormöglichkeiten erarbeiteten sich die Roosters, doch mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Hausherren das Kommando und Andreas Jenike, der wieder im Roosters-Tor stand, bekam mehr Arbeit als sein Gegenüber Leon Hungerecker. Für die 1:0-Führung der Gastgeber sorgte Christian Wejse in der 14. Minute in Überzahl. Colin Ugbekile saß für die Roosters auf der Strafbank. Überzahl können auch die Roosters. Henrik Törnqvist traf in der 20. Spielminute mit seinem siebten Saisontreffer zum 1:1-Ausgleich, als Andy Miele für Fishtown in der Kühlbox brummte. Dabei blieb es bis zur ersten Pause.

Robin Norell trifft zum 2:1

Der zweite Durchgang begann mit der restlichen Überzahl für die Gäste. Die ließen sie ungenutzt, bekamen aber gleich wieder die Chance, mit einem Spieler mehr auf dem Eis. Bremerhavens Alexander Friesen hatte für einen Bandencheck gegen Taro Jentzsch eine fünfminütige Strafe kassiert. Jentzsch musste verletzt in die Kabine. Ein Treffer gelang den Sauerländern bei einem Spieler mehr auf dem Eis nicht. Das machte Robin Norell in der 29. Spielminute besser. Er traf mit seinem 2. Saisontor zum 2:1 für das Team von Stefan Nyman. Bremerhaven blieb die Antwort nicht lange schuldig. Justin Büsing war in der 31. Spielminute zum 2:2-Ausgleich erfolgreich. In der Folge konnte sich kein Team gravierende Vorteile erarbeiten. Die besten Tormöglichkeiten entschärften jeweils beide Goalies. So blieb es bis zum zweiten Pausentee beim 2:2.

Letztes Drittel torlos

Das letzte Drittel begann mit einer Großchance der Roosters, die Leon Hungerecker gekonnt zunichtemachte. In der Folge neutralisierten sich beide Mannschaften weitestgehend. Zwingende Tormöglichkeiten waren Mangelware. Die beste hatten die Hausherren bei einer erneuten Überzahl, weil Robin Norell für die Iserlohner in der Kühlbox saß. Die Strafe blieb folgenlos. Glück hatten die Sauerländer aufgrund eines Pfostenschusses von Phillip Bruggisser Sekunden vor der Schlusssirene. Es blieb beim 2:2, es ging in die Verlängerung.

Kein Treffer in der Overtime

Die größte Chance für die Gäste in der Overtime hatte Maximilian Eisenmenger. Aber er scheiterte an Hungeregger. Es ging ins Penaltyschießen. Die Hausherren trafen zweimal, die Roosters konnten keinen Treffer erzielen. Der Zusatzpunkt ging an Bremerhaven. Für die Roosters geht es weiter am Dienstag um 19 Uhr bei den Augsburger Panthern.

Maximilian Eisenmenger hatte den Siegtreffer für die Sauerländer in der Verlängerung auf dem Schläger.
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