Drei Bands, ein Solist und eine klare Botschaft: Im Lüdenscheider Stock wurde am Samstag, 5. September, für den Frieden gerockt. Die Einnahmen des Abends gehen vollständig an „Ärzte ohne Grenzen“.

Heiße Rockklänge erfüllten am Samstag die Räume von Lüdenscheids Kult-Kneipe Stock. Gleich drei Bands und ein Solist standen auf der Bühne und spielten für den Frieden. „Rock for Peace“ lautete das Motto des Abends und war zugleich die Botschaft der Benefizveranstaltung zugunsten von „Ärzte ohne Grenzen“.

Eingeladen hatten die Jusos, die Friedensgruppe und die DGB-Jugend. Zählte man anfänglich nur wenige Zuhörer, füllten sich im Laufe des Abends die Reihen zusehends und es kam mehr und mehr Stimmung auf. Musikalisch hatte „Rock for Peace“ von Anfang an einiges zu bieten. Als erster Akteur betrat Bürgermeister Sebastian Wagemeyer die Bühne. Zwischen Firmenjubiläum und LSG-Festkommers hatte er sich Zeit für einen halbstündigen Auftritt genommen, „weil mir die Aktion am Herzen liegt“. Passend zum Motto der Veranstaltung stimmte er als letzten Vortrag das Partisanenlied „Bella Ciao“ an. „Muss nur noch kurz die Welt retten“, „An Tagen wie diesen“ und andere bekannte Coversongs sangen und spielten die Zwillinge Christina und Danai Gravou. Zeitweise wurden sie dabei von Nachwuchstalent Lani unterstützt. Die 13-jährige Lüdenscheiderin war in diesem Jahr bei „The Voice Kids“ bis ins Halbfinale vorgedrungen. So richtig Fahrt nahm das Konzert dann mit dem Auftritt von „Not4Me“ auf. Vor der Bühne drängten sich die Fans dicht an dicht und feierten den blitzsauberen Punk der vierköpfigen Band. Höhepunkt des Abends war der Auftritt von „Exorbit“. Die Musiker um Frontmann Louis Pennekamp sind nicht erst seit ihrem Auftritt beim Bautz-Festival in der lokalen Live-Szene eine Nummer. Mit Rock und Alternative begeisterten sie auch am Samstag ihr Publikum. Zu später Stunde gaben schließlich die „Bergstadtbrüder“ den Ton an und ließen den Konzertabend zu einer großen Party werden.

Dass es die Veranstalter damit ernst gemeint hatten, Solidarität und den Einsatz für eine friedliche Welt in den Mittelpunkt des Abends zu stellen, unterstrich der Verwendungszweck des Eintrittsgeldes und der Spenden. Da alle Bands auf eine Gage verzichteten, gingen die Einnahmen vollständig an die internationale Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“. „In einer Zeit, in der humanitäre Katastrophen und bewaffnete Konflikte zunehmen, ist die Unterstützung solcher Organisationen wichtiger denn je“, betonte Johannes Bock von den Jusos. „Es ist wichtig, mit Aktionen wie dieser für das Völkerrecht einzutreten“, betonte Bernd Benscheidt von der Friedensgruppe Lüdenscheid.