Kommen die Blumenampeln zurück? Darüber entscheidet der Plettenberger Rat am Dienstag, dem 13. Oktober. Außerdem steht die Zukunft des städtischen Jugendamtes sowie eine Änderung der Hauptsatzung auf der Tagesordnung. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr im Ratssaal.

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Nach dem Vorschlag der Verwaltung sollen ab 2027 insgesamt 40 Blumenampeln in der Innenstadt und im Zentrum von Eiringhausen aufgehängt werden. Das Konzept soll gegenüber den Vorjahren allerdings deutlich verändert werden.

Seit 2023 hatte die Stadt zunächst 21 Blumenampeln aufgehängt, ab 2024 kamen fünf weitere in Eiringhausen hinzu. Finanziert wurde die Aktion über Sponsoren. Zuletzt ging deren Zahl allerdings deutlich zurück: von 21 im Jahr 2023 über 19 im Jahr 2024 auf zehn im Jahr 2025. Damals waren pro Standort 266,56 Euro aufzubringen. Wegen der geringen Zahl an Sponsoren und einer daraus resultierenden Preiserhöhung wurde das Projekt 2025 schließlich abgesagt.

40 Blumenampeln und neues Finanzierungskonzept

Nun soll die Stadt die Organisation stärker selbst übernehmen. Die Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis und die Volksbank Südwestfalen haben nach Angaben der Verwaltung zugesagt, jeweils 20 Pflanzgefäße zu finanzieren. Die Anschaffungskosten von insgesamt 18.671,10 Euro wären damit vollständig durch das Sponsoring gedeckt.

Für die Bepflanzung kalkuliert die Stadt mit rund 2.200 Euro, für laufende Pflege und Bewässerung mit etwa 7.900 Euro. Ein Teil der Arbeiten soll vom Baubetriebshof übernommen werden. Zusätzlich erwartet die Verwaltung Sponsoring-Einnahmen in Höhe von rund 7.500 Euro. Anders als früher sollen dabei auch kleinere Beiträge möglich sein und nicht mehr ausschließlich komplette Blumenampeln finanziert werden müssen.

Der zusätzliche Arbeitsaufwand des Baubetriebshofs soll ohne mehr Personal aufgefangen werden. Dafür sollen Pflegeintervalle an anderer Stelle reduziert werden. Als Beispiele nennt die Verwaltung die Außenbezirke sowie Ohle, Eschen und Pasel. Der Rat soll entscheiden, ob das neue Blumenampel-Konzept ab 2027 umgesetzt wird.

Entscheidung über Zukunft des Jugendamtes

Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt ist die Frage, ob Plettenberg sein eigenes Jugendamt behalten soll. Anlass war ein Antrag der FDP, die Vor- und Nachteile einer Abgabe an den Märkischen Kreis zu prüfen. Eine solche Übertragung wäre nach der derzeitigen Rechtslage endgültig; eine spätere Rückkehr zu einem eigenen Jugendamt wäre für Plettenberg nicht möglich.

Die Verwaltung spricht sich für den Erhalt des städtischen Jugendamtes aus. Nach einer vorläufigen Berechnung würde bei einer Übertragung an den Märkischen Kreis eine differenzierte Kreisumlage in Höhe von rund 15,26 Millionen Euro anfallen. Eine belastbare finanzielle Gegenüberstellung ist jedoch schwierig. Der Beschlussvorschlag sieht vor, das Jugendamt weiterhin in Trägerschaft der Stadt Plettenberg zu führen.

Außerdem stehen der aktuelle Finanzbericht und Änderungen der Hauptsatzung auf der öffentlichen Tagesordnung. Bei der Hauptsatzung geht es unter anderem um den Umgang mit Bürgeranträgen sowie um Regelungen zu Aufwandsentschädigungen und Verdienstausfällen.

Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr im Ratssaal des Rathauses, Grünestraße 12.