Die neue Skateanlage an der Heerstraße ist auf den ersten Blick bereit für den großen Auftritt: Rampen stehen, der Belag ist fertig. Doch trotz des sichtbaren Fortschritts bleibt die Anlage weiterhin gesperrt: Die Stadt Halver weist am Montag, 9. Februar, ausdrücklich darauf hin, dass es sich formal noch um eine Baustelle handelt.
Anlage noch nicht abgenommen
Anlass für die aktuelle Mitteilung der Stadt Halver sind Meldungen, wonach Jugendliche und Kinder die Skateanlage trotz Bauzaun und Verbotsschildern bereits betreten. Aus Sicht der Stadt ist das problematisch: Die Anlage sei zwar baulich fertiggestellt, jedoch noch nicht abgenommen und damit auch noch nicht offiziell freigegeben.
„Es handelt sich weiterhin um eine Baustelle“, betont die Stadtverwaltung. „Solange die bauliche Abnahme nicht erfolgt ist, besteht Unfallgefahr.“ Entsprechend appelliert die Verwaltung an alle, den Bauzaun zu respektieren und die Anlage bis zur Freigabe nicht zu nutzen.
Einweihung in den Osterferien
Inzwischen ist der Bau also abgeschlossen, der letzte formale Schritt steht jedoch noch aus. Die Stadt Halver plant die offizielle Einweihung der Skateanlage jedoch bereits in wenigen Wochen: „Angesetzt ist eine Eröffnung in den Osterferien.“ Erst dann dürfen Rampen und Flächen auch tatsächlich befahren werden.
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Langer Weg bis zur Zielgeraden
Die Ungeduld der künftigen Nutzer der Skateanlage ist allerdings nicht überraschend, blickt man auf die Entstehungsgeschichte des Projekts. Seit der Schließung der einstigen Skateanlage an der Katrinenholmstraße im März 2021 war die Stadt Halver auf der Suche nach einem neuen geeigneten Standort. Erst im April 2023 stimmte der Hauptausschuss dem Kauf des Grundstücks an der Heerstraße zu — nachdem zuvor die Planungen an mehreren anderen Standorten immer wieder verworfen worden waren.
Ende Januar 2025 begannen die Rodungsarbeiten, doch noch im darauffolgenden Juni war auf dem Gelände zwischen dem Restaurant Cattlemens und dem Wohngebiet am „Neuen Herweg“ außer gefällten Bäumen kaum etwas zu sehen. Verzögerte Fördermittelzusagen für das insgesamt rund 350.000-Euro-Projekt hatten den Zeitplan immer weiter nach hinten geschoben.
Der zu diesem Zeitpunkt amtierende Bürgermeister Michael Brosch sprach damals offen von einem optimistischen und einem pessimistischen Szenario. „Wenn alles gut läuft, eröffnen wir noch im Spätherbst, der pessimistische Zeitplan geht aber eher von Frühjahr 2026 aus“, sagte er im vergangenen Jahr.
Letzteres scheint nun Realität zu werden: Mit der Terminierung der Einweihung in den Osterferien rückt der Startschuss für die Skateanlage in greifbare Nähe. Bis dahin heißt es weiterhin: Nur gucken, nicht rollen.
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