Kurz nach dem Jahreswechsel hat der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) bereits den ersten winterlichen Großeinsatz hinter sich: In den frühen Morgenstunden am Freitag, 2. Januar, rückte der Räumdienst aus, um Straßen und Gehwege von Schnee und Glätte zu befreien. Aktuell (Stand: Freitag, 12.30 Uhr) läuft der zweite sogenannte Volleinsatz. Weil es laut Wetterprognosen auch in den nächsten Tagen schneien soll, gilt für den STL weiterhin erhöhte Rufbereitschaft.

Überregionale Nachrichten

Kurz nach drei Uhr früh war der Räumdienst am Freitag erstmals im großen Stil unterwegs – mitten im kräftigen Schneefall, der bis etwa 4 Uhr andauerte. Bei einem Volleinsatz rückten 100 Personen mit Räumfahrzeugen und Schneeschiebern im gesamten Stadtgebiet aus. Darunter sind neben Mitarbeitenden des STL auch einige Dienstleister im Einsatz gewesen. Sie machten Straßen befahrbar und Gehwege benutzbar. Vorrang haben zunächst die Hauptverkehrsstraßen und Krankenhauszufahrten. Pro Volleinsatz, der – abhängig von der Wetter- und Verkehrslage – in der Regel zwischen vier und sechs Stunden dauert, werden rund 100 Tonnen Streusalz und Sole als Schutz gegen Glätte verteilt.

„Der erste Einsatz hat aus unserer Sicht sehr gut geklappt. Die Straßen und Gehwege waren problemlos zu räumen“, sagte STL-Werksleiter Andreas Fritz am Freitagvormittag. Da die Schulen noch geschlossen sind und vermutlich viele Arbeitnehmer noch Urlaub hätten, seien die Straßen wenig befahren gewesen. Dadurch hätten die Räum- und Streufahrzeuge überall genug Platz gehabt. Von wetterbedingten Unfällen sei dem STL bislang nichts bekannt, heißt es in der Mitteilung der Stadt Lüdenscheid.

Gegen 11 Uhr begann der zweite Volleinsatz, auf den am Wochenende weitere folgen dürften. Bis einschließlich Samstag, 3. Januar, kündigen Wettervorhersagen weiteren kräftigen Schneefall bei Temperaturen um den Gefrierpunkt an, und auch für Sonntag und Montag sei mit weißen Flocken zu rechnen. „Wir sind auf alles vorbereitet und haben die Lage stets im Blick“, sagt Fritz. Das gelte nicht nur für den Wetterbericht, sondern auch für den Zustand der Straßen, den der STL im Winter regelmäßig kontrolliere – auch nachts.

Zwei Hinweise sind Fritz mit Blick auf den Winterdienst noch wichtig: Beim Räumen der Straßen lasse es sich nicht vermeiden, dass an den Straßenrändern abgestellte Fahrzeuge und Einfahrten teilweise „zugeschoben“ werden. „Irgendwo muss der Schnee hin, und wir kämpfen gegen Zeit und Wetter. Teilweise auf engstem Raum, wenn viel los ist auf den Straßen“, bittet der STL-Chef um Verständnis. Dennoch versuche der Räumdienst, die Schneemassen so gut wie möglich zu verteilen.

Der zweite Punkt: Um Nebenstraßen und Parkplätze könne und dürfe sich der Räumdienst erst kümmern, wenn die priorisierten Hauptstraßen und Krankenhauszufahrten befahrbar sind. Das wiederum könne je nach Verkehrs- und Wetterlage länger dauern. „Hier braucht es also manchmal etwas mehr Geduld, weil wir nicht überall gleichzeitig sein können“, so Fritz.