Rund um die Silvesternacht kam es zu zahlreichen Einsätzen von Polizei und Feuerwehr im Märkischen Kreis. Die Polizei zieht dennoch ein positives Fazit zu einer der einsatzreichsten Zeiten des Jahres. LokalDirekt hat die Polizeieinsätze im Verbreitungsgebiet zusammengefasst.

"Die Silvesternacht an sich war glücklicherweise ruhig", berichtet Marcel Dilling von der Polizei auf LokalDirekt-Anfrage. Kreisweit hatte die Polizei von 18 Uhr am Silvesterabend bis 10 Uhr am Neujahrsmorgen 212 Einsätze abzuarbeiten. Im Rahmen des Jahreswechsels 2024/2025 waren es 240 Einsätze. Auch wenn es mehrere Widerstände gegen Polizeibeamte gab, kam es zu keinen Verletzungen in Reihen der Einsatzkräfte.

Plettenberg

In Plettenberg ermittelt die Polizei gleich in mehreren Fällen: Bereits am 30. Dezember kam es an der Ebbecke gegen 19 Uhr zu einem Heckenbrand, der von der Feuerwehr gelöscht werden musste. Als Brandursache vermutet die Polizei den unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern.

Am Silvesterabend um 17.50 Uhr wurden der Polizei dann zwei Personen gemeldet, die in der Grünestraße mit einer Schusswaffe gesehen worden waren. Der 30-jährige Plettenberger und sein 21-jähriger Begleiter wurden festgenommen; im Rahmen der anschließenden Durchsuchung stellte sich heraus, dass es sich um eine Schreckschusswaffe handelte. Da beide nicht über den benötigten kleinen Waffenschein verfügen, wurde die Schreckschusswaffe sichergestellt. Gegen beide Personen läuft nun eine Anzeige aufgrund eines Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Herscheid

Eine 21-jährige und eine 54-jährige Frau wurden in Herscheid in der Silvesternacht von einem unbekannten Täter mit einem Böller beworfen. Vermutlich stammte der Böller aus einer Gruppe von rund 20 Jugendlichen, die sich, genau wie die beiden Frauen, gegen 0.30 Uhr in der Straße "Am alten Schulplatz" aufhielten. Während bei der 54-jährigen Herscheiderin lediglich der Mantel beschädigt wurde, verletzte sich die 21-jährige aus Meinerzhagen leicht. Die Polizei ermittelt nun wegen Sachbeschädigung und gefährlicher Körperverletzung.

Meinerzhagen

Wenige Minuten vor dem Jahreswechsel warfen unbekannte Täter in Meinerzhagen einen Böller in den Eingangsbereich eines Bürogebäudes an der Hauptstraße. Durch den dadurch entstandenen Brand, den die Feuerwehr löschte, kam es zu Sachschaden an einem Teppich sowie der Eingangstür des Gebäudes. Die Polizei hat Ermittlungen aufgrund von fahrlässiger Brandstiftung aufgenommen.

Halver

Zu einem ungewöhnlichen Einsatz rückte die Polizei in Halver aus: Vermutlich mithilfe von Silvesterböllern wurde nahe dem Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg ein Baustellen-Toilettenhäuschen in die Luft gesprengt. Dach und Wände lagen mehrere Meter entfernt vom Plastikabort. Das zerstörte "stille Örtchen" wurde der Polizei am Neujahrsmorgen um 8.20 Uhr gemeldet.

In Halver-Ostendorf wurde eine Baustellentoilette mit Feuerwerkskörpern gesprengt.
Foto: Polizei MK

Kierspe

Auch in Kierspe kamen Gebäude zu Schaden: Am frühen Neujahrsmorgen stellte eine Polizeistreife eine zerbrochene Scheibe im Eingangsbereich der Gesamtschule fest. Ein Ermittlungsverfahren aufgrund von Sachbeschädigung läuft.

Lüdenscheid

Die in Lüdenscheid eingesetzten Polizisten hatten rund um die Silvesternacht einiges zu tun: Am Neujahrsmorgen wurde die Polizei gegen 3.50 Uhr durch eine ausgelöste Alarmanlage zur Theodor-Heuss-Realschule gerufen. Vermutlich wurden die Einbrecher, die den Alarm auslösten, indem sie die Eingangstür aufhebelten, verschreckt. Sie drangen nicht in das Gebäude ein und zogen ohne Beute ab. Die Polizei ermittelt nun wegen Einbruchdiebstahls.

Zudem wurden die Beamten gegen 5 Uhr zu einem Lokal an der Sauerfelder Straße gerufen. Dort kam es nach verbalen Streitigkeiten zu einer Schlägerei. Mehrere 24- und 25-jährige Lüdenscheider schlugen auf einen 19-Jährigen ein. Die Polizei konnte die Schlägerei beenden, die Mitglieder der Gruppe wurden nach einer Anzeige aufgrund von gefährlicher Körperverletzung der Gegend verwiesen. Im Rahmen des Einsatzes ging der stark alkoholisierte 19-Jährige mit erhobenen Fäusten auf die eingesetzten Polizisten los. Im Rahmen der Ingewahrsamnahme wehrte er sich mit Schlägen und Tritten und bekam im Anschluss ebenfalls eine Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.