Das Projekt „Wintertreff“ des AWO-Ortsvereins Lüdenscheid wird um drei Monate verlängert. Weil das Angebot in der Begegnungsstätte an der Marienstraße seit dem Start am 4. Januar so gut angenommen wurde, hat der Vorstand für eine Verlängerung gestimmt, teilt die AWO mit. An fünf Tagen in der Woche serviert das ehrenamtliche Team von 12 bis 13.15 Uhr Besuchern zum symbolischen Preis von zwei Euro eine komplette Mahlzeit.
„Wir haben genau die Menschen erreicht, die wir mit diesem Angebot ansprechen wollen“, sagt Ortvereinsvorsitzender Klaus Wieber. „Der Bedarf ist groß. Täglich kommen bis zu 40 Gäste in die Begegnungsstätte.“ Am vergangenen Freitag seien es sogar noch ein paar mehr gewesen. Begegnungsstättenleiterin Heidi Skorupa und ihr Team tischten 47 Kohlrouladen mit Kartoffeln auf, berichtet er.
Bei vielen sei aufgrund aktueller Entwicklungen das Geld knapp geworden. Der Wintertreff solle Menschen mit geringem Einkommen oder knapper Rente das Leben etwas erleichtern. Zudem solle er unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam, wer kann gibt mehr“ Menschen zusammenbringen.
Einige Spenden, darunter eine von der Bürgerstiftung der Sparkasse, hätten der AWO sehr geholfen. „So haben wir einen neuen großen Kühlschrank und einige Elektropfannen angeschafft. Auch das Besteck ist neu“, berichtet Klaus Wieber.
Ebenso die Gäste tragen laut AWO dazu bei, dass der Wintertreff fortgeführt werden kann. Oftmals zahlten sie mehr als die obligatorischen zwei Euro. „Meist am Monatsanfang.“ Wenn das Geld zum Monatsende hin knapper werde, werde dann der übliche Obolus gezahlt.
Ab und an sei es auch vorgekommen, dass ein benachbartes Unternehmen gleich sieben Portionen geordert habe. „Da wurde dann auch mehr Geld auf den Tisch gelegt.“ Alles in allem sei der „Wintertreff“ bisher eine „Erfolgsstory“, fasst Klaus Wieber zusammen. Nicht nur er, sondern auch die Gäste seien darüber erleichtert, dass das Angebot fortgeführt werden könne.
Awo sucht weitere Helfer
Allerdings brauchen die AWO-Helfer nach wie vor selbst Hilfe. Das Team um Heide Skorupa stößt an seine Grenzen, heißt es in der Mitteilung. Einige Ehrenamtliche seien erkrankt, andere woltlen auch mal Urlaub machen. „Da wird es schon eng“, sagt Heidi Skorupa. Sie freut sich über jede Unterstützung und berichtet von einer Frau aus Werdohl, die einmal pro Woche anreist, um mit anzupacken. „Noch mehr helfende Hände wären natürlich besser.“
Wer das Team in der Küche oder beim Service unterstützen möchte, kann sich in der Begegnungsstätte an Heidi Skorupa (02351/24960) oder schriftlich an [email protected] wenden. Auch für Geldspenden ist der AWO-Ortsverein nach eigenen Angaben dankbar. (IBAN: DE61 4585 0005 0000 0245 05, Verwendungszweck „Wintertreff“) überwiesen werden.
Soll der „Wintertreff“ auch im Frühjahr seinen Namen behalten? „Er ist zu einer erfolgreichen Marke geworden. Warum sollten wir ihn da umbenennen“, lacht Klaus Wieber. Außerdem spekuliert der Vorsitzende: „Möglicherweise erhöht das ja sogar die Aufmerksamkeit.“









